Author: Matthias BotzenMatthias Botzen
Date: Aug 19, 2006 07:41
"Da hat Nordrhein-Westfalen ein echtes Problem" sagt
Wissenschaftsminister Pinkwart zu langen Studiendauern in einem Gespräch
mit dem Aachener Zeitungsverlag (AN/AZ 17.08.2006) und verteidigt die
Ziele der Landesregierung bei der Hochschulgesetzgebung.
Mit recht fadenscheinigen Argumenten versucht Herr Pinkwart dabei,
Studiengebühren als sozialverträglich und vorteilhaft für die
Studierenden darzustellen. Außerdem würden Studiengebühren zu einer
Veränderung der Kultur an der Hochschule führen.
"In der Tat verändert die Landesregierung mit der Einführung von
Studiengebühren entscheidend die Kultur an den Hochschulen, weg von der
Idee der freien und gleichen Bildung hin zu sozialer Selektion",
kommentiert Marcel Michels, Hochschulpolitikreferent des AStA. "Herr
Pinkwart unterstellt den Studierenden, sie nähmen ihr Studium ohne
Gebühren nicht ernst. Das ist eine Unverschämtheit. Es ist naiv zu
glauben, mit Studiengebühren verkürze man die Studiendauer. Das
Gegenteil wird der Fall sein."
Weiter heißt es im Interview wörtlich: "Bei uns muss niemand mehr als
10.000 Euro zurückzahlen - BAföG und Studienbeiträge zusammengerechnet."
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