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Author: Uwe BorchertUwe Borchert Date: May 9, 2008 20:18
McKinsey sagt: ...
Der Handel wird einen ungeahnten Boom erleben und 800.000
neue Stellen schaffen. So wird verlautet: ,,Der Einzelhandel
bietet Beschäftigungsmöglichkeiten für Leute mit jeglicher
Qualifikation'', also auch für gering Qualifizierte. Toll!
Gleichzeitig stellt McKinsey aber fest, dass die Mittelschicht
bröckelt und die konsumfernen Schichten immer mehr anwachsen.
Letzteres haben auch andere Untersuchungen auf der Datenbasis
des Sozioökonomische Panels (SOeP) ergeben. Auf absehbare Zeit
ist kein wirtschaftsbelebender Kaufrausch zu sehen, die Kunden
sind eher in Kater-Stimmung.
Wie McKinsey auf die notwendige Wachstumsrate von 3%% kommt
ist auch schleierhaft. Und wie McKinsey darauf kommen, dass
dieses Wachstum auch bei den Menschen im Lande ankommt und
nicht in den internationalen Finanzkasinos herumvagabundiert
widerspricht jeder Beobachtung der Neuzeit.
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Author: MukiPuki :-ÞMukiPuki :-Þ Date: May 9, 2008 22:23
On Sat, 10 May 2008 05:18:09 +0200, Uwe Borchert wrote:
> McKinsey sagt: ...
>
> Der Handel wird einen ungeahnten Boom erleben und 800.000
> neue Stellen schaffen. So wird verlautet: ,,Der Einzelhandel
> bietet Beschäftigungsmöglichkeiten für Leute mit jeglicher
> Qualifikation'', also auch für gering Qualifizierte. Toll!
Ja, in jedem Supermarkt wird jetzt eine enthirnte Servicekraft die Einkäufe
der Kunden in Tüten einpacken. Dazu braucht man kein Hirn, es wäre sogar
hinderlich, denn der Mitarbeiter könnte sich langweilen.
> Gleichzeitig stellt McKinsey aber fest, dass die Mittelschicht
> bröckelt und die konsumfernen Schichten immer mehr anwachsen.
> Letzteres haben auch andere Untersuchungen auf der Datenbasis
> des Sozioökonomische Panels (SOeP) ergeben. Auf absehbare Zeit
> ist kein wirtschaftsbelebender Kaufrausch zu sehen, die Kunden
> sind eher in Kater-Stimmung.
>
> Wie McKinsey auf die notwendige Wachstumsrate von 3%% kommt
> ist auch schleierhaft.
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Author: Robert RohlingRobert Rohling Date: May 10, 2008 03:48
> McKinsey sagt: ...
Und ich sage:
*Nur SPD+CDU kann verhindern daß Godzilla und King Kong kommen*
Der Beweis ist ja da, bisher sind sie nicht gekommen...
Mal im ernst.So bescheuert sind die auch nicht. Diese MCKinsey-Ergüsse
sollen doch nur als Ouvertüre zu weiteren Umverteilungen aka Reformen
dienen. Nach dem Motto:
==> Wir müssen "uns" mehr anstrengen
==> Gürtel enger schnaller
==> Wirtschaftswachstum
==> Wohlstand
Also erstmal Opfer bringen, dann Belohnung!
Es gibt in diesem Land genügend hochgradig Bescheuerte die das auch noch
glauben...
Gruß R.R.
--
Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewählt!
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Author: OdinOdin Date: May 10, 2008 10:59
On 10 Mai, 05:18, Uwe Borchert wrote:
> McKinsey sagt: ...
>
> Der Handel wird einen ungeahnten Boom erleben und 800.000
> neue Stellen schaffen.
Man muß nur bis hier lesen um den Verfassern dieses Blödsinns auch im
Rest des Textes keine vernünftigere Prognose unterstellen zu dürfen.
[...]
Bei anhaltendem realen Kaufkraftverlust der Bürger soll der Handel
einen Boom erleben, man mag es nicht glauben was heute in BWL-Kreisen
alles für Idioten agieren.
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Author: Heinz D. TrostHeinz D. Trost Date: May 10, 2008 14:20
Odin,
>> Der Handel wird einen ungeahnten Boom erleben und 800.000
>> neue Stellen schaffen.
>
> Man muß nur bis hier lesen um den Verfassern dieses Blödsinns auch im
> Rest des Textes keine vernünftigere Prognose unterstellen zu dürfen.
boomen werden schon eine Menge Läden.
Und Arbeitsplätze werden sie auch schaffen.
Aber: Die boomenden Läden werden Tafel-Läden sein (die müssen ja unter
McKinsey-Lizenz laufen).
Und die vielen neuen Jobs werden Ein-Euro-Jobs sein.
Klar, daß mit diesen Aussichten McKinsey mehr Grund zu Frohlocken hat,
als der bekannte "Münchner im Himmel".
Heinz
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Author: LiberoLibero Date: May 11, 2008 01:54
On 10 Mai, 05:18, Uwe Borchert wrote:
> Ein Mindestlohn würde den Reallohnverlust für viele Menschen
> ausgleichen und sogar für ein sattes Plus sorgen.
Was dadurch konterkariert wird, dass
1.die höheren Lohnkosten auf die Preise draufgeschlagen werden.
2. zusätzlich viele Menschen arbeitslos werden, weil ein Mindestlohn
für den Unternehmer unrentabel ist.
Gutmenschen ignorieren eben immer, dass ihre (gut gemeinten)
Forderungen sehr unangenehme Rückkopplungs-Effekte haben.....
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Author: LiberoLibero Date: May 11, 2008 01:57
On 10 Mai, 23:20, "Heinz D. Trost" wrote:
> boomen werden schon eine Menge Läden.
> Und Arbeitsplätze werden sie auch schaffen.
>
> Aber: Die boomenden Läden werden Tafel-Läden sein (die müssen ja unter
> McKinsey-Lizenz laufen).
und die müssen auch Personal einstellen.
> Und die vielen neuen Jobs werden Ein-Euro-Jobs sein.
Wer hindert DICH daran, *anständig* bezahlte Jobs zu schaffen?
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Author: Holger BrunsHolger Bruns Date: May 11, 2008 01:22
Am Sat, 10 May 2008 23:20:00 +0200 schrieb Heinz D. Trost:
> Odin,
>
>>> Der Handel wird einen ungeahnten Boom erleben und 800.000 neue Stellen
>>> schaffen.
>>
>> Man muß nur bis hier lesen um den Verfassern dieses Blödsinns auch im
>> Rest des Textes keine vernünftigere Prognose unterstellen zu dürfen.
>
> boomen werden schon eine Menge Läden. Und Arbeitsplätze werden sie auch
> schaffen.
Die BRD ist zu einem exportorientierten Dritte-Welt-Land geworden, das
sich nicht um die Binnenkaufkraft schert und auf diese Weise ein
Prekariat schafft, in dem derjenige mit vollen Hartz-Vier-Bezügen...
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Author: LiberoLibero Date: May 11, 2008 02:24
On 11 Mai, 10:22, Holger Bruns wrote:
> Die BRD ist zu einem exportorientierten Dritte-Welt-Land geworden, das
> sich nicht um die Binnenkaufkraft schert
Wessen Aufgabe sollte es denn sein, sich um *Binnenkaufkraft* zu
scheren?
Ein Unternehmer will mit seiner Tätigkeit Geld verdienen. Woher das
kommt, ist sekundär.
Wenn der deutsche Arbeiter in Mallorca Urlaub macht, kümmert er sich
doch auch einen feuchten Kehricht um die Arbeitsplätze in der
deutschen Tourismus-Industrie.
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Author: HunterHunter Date: May 11, 2008 02:28
> Die BRD ist zu einem exportorientierten Dritte-Welt-Land geworden, das
> sich nicht um die Binnenkaufkraft schert und auf diese Weise ein
> Prekariat schafft, in dem derjenige mit vollen Hartz-Vier-Bezügen schon
> als "Reicher" gilt. Würde man allein die Subventionen für den Schiffbau
Deutschland unterscheidet sich zu Staaten wie Burma nur dadurch, dass die
Industrie gut läuft und den Aktionären ausreichende Dividenden gezahlt wird.
Das Kapital wird geschützt und die Manifeste des Staates aufrechterhalten.
Ein großer Teil der Bevölkerung leidet Hunger, hat keine Arbeit und
Kriminalität wird nur dann verfolgt, wenn die Verfolgung dem Staat Geld
einbringt.
Ich habe 6 Jahre in Deutschland gelebt und das habe ich von dort als
Normalität erfahren.
Hunter
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