Author: Alexander WolffAlexander Wolff
Date: Jul 23, 2008 09:38
Bei uns kauft man ein teures Gut oft mit Ratenkredit. Bei dessen
Rückzahlungen sind veränderlich Tilgung und Zinsen in einer Rate (Annuität)
Bestandteil.
Im Islam sind Zinsen verboten. Also kauft nicht der Kunde das Auto sofort,
sondern zuerst seine Bank, die es ihm teurer weiterverkauft, je nach der
Dauer in Raten, die der Käufer dann optisch, aber eben auch juristisch,
zinsanteilsfrei zu überweisen hat.
Bei Immobilien führt dies zu doppelter Grunderwerbsteuer, weswegen die
Bundesbank fordert, schariakonforme Finanzgeschäfte nicht zu benachteiligen.
Meine Meinung:
Dieser Zwischenhandel ist letztlich genauso ein "Kunstgriff" wie die Ehe auf
Zeit (im Iran). Ich will den Muslimen da gar keinen Vorwurf machen, denn wir
Christen haben sicherlich auch solcherlei Umgehungen in unserer Welt
geschaffen.
Wie sieht es eigentlich juristisch aus?
Bei uns ist der Autokäufer gleich Eigentümer, weil der Kredit ein anderes
Geschäft ist. Die Bank erhält aber das Recht, bei Ausfall sich am Gegenstand
zu befriedigen, d.h. ihn zu verwerten.
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