Re: Gottes Wiederkehr
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Re: Gottes Wiederkehr         

Group: de.soc.weltanschauung.christentum · Group Profile
Author: Peter Zander
Date: Jun 10, 2008 09:36

Roland Rieß schrieb am Tue, 10 Jun 2008
17:33:53 +0200:
>>> Auch in der Bibel wird vorrangig der Wille des Gottes zur
>>> Alleinherrschaft über die Welt berichtet.
>>
>> Klar ist dass eine Erfindung ohne realen Kern.
>
>Das sehe ich anders. Ich vermute, dass die Götter, also auch JHWH, recht
>körperlich anwesend auf der Erde waren, wenn sie mit ihren Fahrzeugen
>mit Donner und Feuer und Rauch durch die Atmosphäre kariolten. Für mich
>sind das technisch fortgeschrittene Wesen gewesen. Entweder Atlanter,
>Lemurer, Zeitreisende oder Aliens. Such Dir eins aus ;-)

Das kann ich nicht glauben. Der menschlichen Phantasie traue ich schon
zu, unsere eigenen Götter zu erfinden ;-)
>> Die Machtmenschen, die
>> den selbstbekennenden Kindermassenmörderfatzken im gottverdammten Buch
>> der Widersprüche und Universalausreden erfunden haben, wollten
>> natürlich als seine selbsternannten Stellvertreter die
>> Alleinherrschaft über ihre Opferdarbringer-Schäfchen. An den
>> Opfergesetzen kann man das ganz leicht erkennen - es sei denn, man
>> kann glauben, dass die Macht, die ein Sein mit Milliarden Galaxien
>> erschaffen konnte, würde furchtbar an Hunger leiden ;-)
>
>Es waren eben nicht die Geistgötter, bzw, der Geistgott anwesend,
>sondern materielle, zu beobachtende Gestalten, die etwas taten, was den
>damaligen Menschen sehr unverständlich und wohl auch unmöglich war und
>deshalb als göttlich beschrieben wurde.

Etwa die Sonne anzuhalten, damit das Eigentumsvolk Gottes auch
gründlich genug das Abschlachten von Menschen anderer Kultur und
Religion durchführen konnte? Nein, dass lässt sich viel leichter als
gewesene Handlung erfinden. Die Griechen erfanden einen Schürzenjäger
als höchsten Gott, Walt Disney sogar sprechende Tiere ;-)
>>>> Es hat nie stattgefunden und wird nie stattfinden. Gott ist in allem,
>>>> er muss nicht kommen oder wie erkommen.
>>> Dies ist nicht das Gottesbild der christlichen Lehre, aber sympatischer
>>> als das. Gott als Betrachter seiner Schöpfung. Damit gäbe es keine
>>> Ungerechtigkeit mehr, weil er sich ja alles selbst antut :-) Finde ich gut!
>>
>> WIR tun uns diese Ungerechtigkeiten selbst an.
>
>Ja. Aber weitergedacht bleibt nur eines übrig. Wenn es Gott in Allem
>gibt, ist das Ichbin in Allem dasselbe, sodass ich hier zurecht von mir
>sagen könnte, dass niemand zum Vater käme, es sei denn durch mich. Ein
>Hinweis darauf ist die Stelle, wo der menschliche Körper als Tempel,
>also Behausung Gottes, bezeichnet wird. Gott selbst wird in der Bibel ja
>auch zitiert mit der Beschreibung: ichbinderichbin oder war oder sein
>werde.. das wäre das ichbin in jedem bewussten Wesen.

Es gibt nach meiner Sichtweise ganz unterschiedliche Ebenen von
individuellen Ichs. So, wie etwa in Deutschland ganz unterschiedliche
Ichs wirken, obwohl alle Teile Deutschlands sind. Sie wirken jeweils
auf der Ebene, die ihnen möglich ist und treffen individuelle
Entscheidungen auf der Basis ihres Wissens. Der Unterschied des
Wissens ist es, der unterschiedliche - oder auch identische
Entscheidungen erklärt. Das gilt auch auf der subatomaren Ebene!
>>> Da fällt mir gerade ein: Das NT schildert einige Jesusworte, die die
>>> Sicht stützen könnten. Und auch seine Ich-Sätze bekämen unter diesem
>>> Blickwinkel eine ganz andere Bedeutung.
>>
>> Kannst Du solche Aussagen aus dem NT benennen? Mir sind keine bekannt.
>> In der Bibel wird nur von einem Ich-Ich-Gott mit typischen
>> menschlichen Charakterfehler geredet, wie etwa Rachsucht, Eifersucht,
>> Rassismus, Ungerechtigkeit, nirgends vom WIR Gottes. Dieser Götze
>> wurde ja nach dem Bilde seiner menschlichen Schöpfer erschaffen.
>
>Die Stelle vom Körper als Tempel habe ich erwähnt. Dann "Was immer ihr
>dem Geringsten, das habt ihr mir" und die goldene Regel als Ausfluss
>dieser Erkenntnis. Es gibt noch mehr, die ich aus dem Stegreif nicht
>erinnere. Die Ich-Sätze Jesus' wären so betrachtet, eine klare Äußerung
>zum gemeinsamen Selbst. Ich vermute, dass er, sogewesenseiend
>unterstellt, sich sehr vorsichtig ausdrücken musste, weil diese Sicht ja
>dem AT total widerspricht und man ihn wohl sonst sofort zum
>Glaubensverräter erklärt hätte.

Meinst Du seine Aussage, dass er den Tempel abreißen und in drei Tagen
wieder aufbauen kann und dabei seinen eigenen Leib meinte?

Dass Jesus auf das WIR Gottes hingewiesen hat, wäre mir zu weit
hergeholt. Was er zum Getanhaben oder Nichtgetanhaben gegenüber den
Geringsten sagte, war auf das Üben von Nächstenliebe ausgerichtet -
das Nichtüben will er ja mit der denkbar sadistischsten Strafe ahnen.

Jesus bestätigte selbst das geringste Gebot Gottes in der Thora,
träumte von einer superkommunistischen Gemeinde, deren Mitglieder
allen Besitz verkaufen und mit denn Armen teilen, forderte das Lieben
der Feinde und kündigte sein Widerkommen in der Herrlichkeit seines
Vaters und mit seinen Engeln an, um zu Lebzeiten noch einiger seiner
Jünger das Letzte Gericht abzuhalten. Was ist davon eingetroffen? Er
war nach meiner Meinung ein extrem verwirrter religiöser Eiferer, der
seinen Irrtum erst am Kreuz erkannte, als er laut schrie: mein Gott,
mein Gott, warum hast du mich verlassen? Gottvertrauen kann ich dieser
Aussage nicht entnehmen!

Was aber sein vorsichtiges Ausdrücken betrifft, um nicht als
Glaubensverräter zu gelten: wurde er nicht gerade deswegen gekreuzigt?
Das Leiden und Sterben war ihm doch nach eigenen Worten vorbestimmt,
was sollte er denn auf Glaubensverrat Rücksicht nehmen?

Peter Zander
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