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Author: Karl JahnKarl Jahn Date: Aug 21, 2007 04:04
Es ist zwar schön, dass Intelligenz gefordert wird, aber auch die nicht
so intelligenten Studenten sollten nicht vernachlässigt werden:
http://tinyurl.com/39gudf
Gruss,
Karl
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Author: Ingo LeschnewskyIngo Leschnewsky Date: Aug 21, 2007 04:34
Karl Jahn schrieb:
> Es ist zwar schön, dass Intelligenz gefordert wird, aber auch die nicht
> so intelligenten Studenten sollten nicht vernachlässigt werden:
> http://tinyurl.com/39gudf
Ich habe darüber bereits woanders gelesen, und ich habe mich mehr
geärgert als darüber gelacht. Weil nämlich munter (Hoch-)Begabung und
Leistung in einen Topf geworfen werden, und dabei unterschlagen wird,
daß Begabung in der Regel nur dann zu entsprechender Leistung führt,
wenn Erstere auch angemessen gefördert wurde und wird. Hochbegabung als
"Leistungsnachweis" anzusehen, ist daher unsinnig.
Eine individuelle und angemessene Förderung für *jeden*, um seine
Begabungen auch entfalten zu können, ist in unserem Lande bis auf
weiteres den Utopien zuzurechnen. Das wäre ja, als wolle man für jedes
Kind einen eigenen Lehrer...
Gruß,
Ingo
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Author: Karl JahnKarl Jahn Date: Aug 21, 2007 04:57
Ingo Leschnewsky wrote:
> Karl Jahn schrieb:
>> Es ist zwar schön, dass Intelligenz gefordert wird, aber auch die
>> nicht so intelligenten Studenten sollten nicht vernachlässigt
>> werden: http://tinyurl.com/39gudf
>
> Ich habe darüber bereits woanders gelesen, und ich habe mich mehr
> geärgert als darüber gelacht. Weil nämlich munter (Hoch-)Begabung und
> Leistung in einen Topf geworfen werden, und dabei unterschlagen wird,
> daß Begabung in der Regel nur dann zu entsprechender Leistung führt,
> wenn Erstere auch angemessen gefördert wurde und wird. Hochbegabung
> als "Leistungsnachweis" anzusehen, ist daher unsinnig.
>
> Eine individuelle und angemessene Förderung für *jeden*, um seine
> Begabungen auch entfalten zu können, ist in unserem Lande bis auf
> weiteres den Utopien zuzurechnen...
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Author: Ingo LeschnewskyIngo Leschnewsky Date: Aug 21, 2007 05:14
Karl Jahn schrieb:
> Noch in den 70er Jahren wurde die spezielle Förderung von Hochbegabten
> negativ bewertet und galt als Tabu-Thema. Der Grund dafür basierte vor
> allem auf dem damaligen Motto:
> Gleiche Bildung für jedermann!
Wobei man ergänzen sollte, daß "Eliteförderung" vor den 70ern dermaßen
tabu war, daß es das nicht einmal gab. Damals galt es, nur nicht
aufzufallen, denn meine Lehrer mußten sich ja noch um ca. 29 Mitschüler
kümmern, und wären mit einer individuellen Förderung prinzipiell
überfordert gewesen.
Nicht einmal das Überspringen von Klassen wurde Kindern damals
zugemutet, da sie ja dann die Kleinsten und Schwächsten in der Klasse
gewesen wären. Die Klassen sollten (den Lehrern zuliebe?) möglichst
homogen sein, und wo sie es nicht waren (eigentlich überall), wurde
versucht, sie homogen zu machen.
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Author: Karl JahnKarl Jahn Date: Aug 21, 2007 05:42
Ingo Leschnewsky wrote:
>
> Vielleicht ist es heute besser als damals, aber ist es damit auch
> schon gut?
Studenten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten müssen lernen, ihre
Fähigkeiten für sich und für die Gemeinschaft einzusetzen und im
Verband Anerkennung zu finden.
Jeder Student ist ein Mensch mit seinen ihm eigenen Stärken, seinen ihm
eigenen Schwächen und seinen individuellen Eigenheiten. Aus diesem
Grunde gibt es auch nicht *den einen* Weg, Begabte zu fördern.
Die Andersartigkeit im Lernverhalten erfordert auf jeden Fall einen
anderen Unterricht. Additive Programme wie Hochbegabten-Förderstunden,
eingebettet im "normalen" Unterricht reichen meistens nicht aus.
Ausgrenzung und Demotivation bleiben oft unverändert bestehen.
Aus diesem Grund müssen Veränderung des Unterrichtes stattfinden. Dazu
gehört die Erhöhung des Lerntempos, komplexe Stoffvernetzungen,
Erhöhung der Abstraktionen, Selbständigkeit des Lernens usw.
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Author: Ingo LeschnewskyIngo Leschnewsky Date: Aug 21, 2007 06:09
Karl Jahn schrieb:
>> Vielleicht ist es heute besser als damals, aber ist es damit auch
>> schon gut?
>
> Studenten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten müssen lernen, ihre
> Fähigkeiten für sich und für die Gemeinschaft einzusetzen und im Verband
> Anerkennung zu finden.
Von wem sollen sie das denn lernen? Dazu bräuchte es doch wohl auch
Lehrkräfte mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Und daran scheint es in
unserem Lande sehr zu hapern.
> Jeder Student ist ein Mensch mit seinen ihm eigenen Stärken, seinen ihm
> eigenen Schwächen und seinen individuellen Eigenheiten. Aus diesem
> Grunde gibt es auch nicht *den einen* Weg, Begabte zu fördern.
Genau.
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Author: Peter EinsteinPeter Einstein Date: Aug 21, 2007 06:41
Karl Jahn wrote:
> Es ist zwar schön, dass Intelligenz gefordert wird, aber auch die
> nicht so intelligenten Studenten sollten nicht vernachlässigt werden:
> http://tinyurl.com/39gudf
>
Wie heißt es so schön...?
Hochbegabung - die schönste Form von Behinderung!
Abhilfe: Fördern durch Fordern ;-)
--
Gruß,
Peter
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Author: Peter EinsteinPeter Einstein Date: Aug 21, 2007 07:09
Ingo Leschnewsky wrote:
> Karl Jahn schrieb:
>
>>> Vielleicht ist es heute besser als damals, aber ist es damit auch
>>> schon gut?
>>
>> Studenten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten müssen lernen, ihre
>> Fähigkeiten für sich und für die Gemeinschaft einzusetzen und im
>> Verband Anerkennung zu finden.
>
> Von wem sollen sie das denn lernen? Dazu bräuchte es doch wohl auch
> Lehrkräfte mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Und daran scheint es in
> unserem Lande sehr zu hapern.
>
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Author: Arnold SchillerArnold Schiller Date: Aug 22, 2007 01:21
Karl Jahn:
> Es ist zwar schön, dass Intelligenz gefordert wird, aber auch die nicht
> so intelligenten Studenten sollten nicht vernachlässigt werden:
Passt doch wunderschön zum Fachkräftemangel neuerdings gibt es sogar ein
Professorenmangel (lt. Müntefering?),der aus dem Osten gedeckt werden
soll.
Grüße,
Arnold
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Author: Arnold SchillerArnold Schiller Date: Aug 22, 2007 01:29
Peter Einstein:
> Allen Anschein nach geht es hier nicht um die Förderung, sondern die
> Spreu vom Weizen zu trennen.
Nur was ist wesentlicher - die Intelligenz oder das Interesse?
Grüße,
Arnold
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