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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 16, 2008 06:36
Hallo,
mir ist gerade aufgefallen, dass auf dem Sozialversicherungsausweis auf
der Rückseite/Innenseite rechts ein Muster aus schwarzen diagonalen
Linien ist, welches scheinbar bei verschiedenen Ausweisen gleich ist
(habe aber nur zwei Ausweise verglichen, die ähnlich alt sein dürften).
Was ist das? Kopierschutz der bei Kopien unterschiedliche
Helligkeitsgrade hervorrufen soll, weil die Kopierer die diagonalen
Linien nicht perfekt hinkriegen? Kommt mir komisch vor, denn für diese
Art von Kopierschutz ist ja eigentlich der Rest des Sicherheitsdrucks
gedacht. Oder vielleicht das, was bei Photoshop & Co. die Erkennung als
"Geldschein" verursachen soll? Es gab mal Spekulationen, dass das
(biser nicht öffentlich bekannte) Verfahren evtl. gerde solche Muster
bzw. die dabei aufeinandertreffenden...
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Author: Ralph A. Schmid, dk5rasRalph A. Schmid, dk5ras Date: Sep 16, 2008 07:02
"Jan Schejbal" wrote:
>Es gab mal Spekulationen, dass das
>(biser nicht öffentlich bekannte) Verfahren evtl. gerde solche Muster
>bzw. die dabei aufeinandertreffenden Kanten nutzt.
Bei dem Photokopierer in der FIrma passiert diese Erkennung durch
Detektion der vielen kleinen Kreise auf Geldscheinen, die offenbar nur
dafür da sind. Ist auch logisch, die sind lageunabhängig immer gleich
ausgerichtet, somit leicht zu erkennen.
Ja, wenn Ingenieure gesagt kriegen, "der kopiert keine Geldscheine",
dann wollen die eben 'rauskriegen, warum das so ist :-)
-ras
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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 16, 2008 08:44
Hallo,
>Bei dem Photokopierer in der FIrma passiert diese Erkennung durch
>Detektion der vielen kleinen Kreise auf Geldscheinen, die offenbar nur
>dafür da sind.
--
Bitte möglichst in die Newsgroup antworten.
Blog: http://janschejbal.wordpress.com/
Bei e-Mail-Antworten bitte im Betreff "FROM NG" verwenden,
sonst wird die Mail ungelesen gelöscht! (Danke, Spammer!)
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Author: Wolfgang DraxingerWolfgang Draxinger Date: Sep 17, 2008 17:04
Es gibt ja schon einige Vermutungen, was da so allem im Spiel
sein könnte. Aber ich frage mich, ob man schon mal Reverse
Rngineering Methoden verwendet hat. Ich denke daran, Photoshop
mit zwei identisch kodierten unkomprimierten Dateien zu
konfontieren, die eine enthält irgend was unverfängliches, die
andere mit einem Bild, von dem man weiß, das es als das
Wasserzeichen enthaltend klassifiziert wird. Und dann
vergleichen welcher Code jeweils ausgeführt wird. Evtl. das
ganze mehrmals durchlaufen lassen um etwaige Randomisierung mit
statistischen Methoden zu kompensieren. Das ganze in einer VM,
damit sich PS nicht gegen Debugging wehren kann.
Wenn man mal den Code hat, der die Klassifizierung durchführt,
kann man ja daraus Rückschlüsse auf die Methode des
Wasserzeichens schließen.
Ist sowas schon mal probiert worden?
Wolfgang Draxinger
--
E-Mail address works, Jabber: hexarith@ jabber.org, ICQ: 134682867
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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 17, 2008 23:04
Hallo,
[Wasserzeichen reverse-eingineeren]
>Ist sowas schon mal probiert worden?
Wissen tue ich es nicht, aber ich vermute mal stark ja, und ich vermute
dass es nicht allzu einfach wird, die Leute von Digimark sind soweit
ich weiß nicht auf den Kopf gefallen. Irgendwo stand auch was von wegen
"es dürte leicht sein sich drum rumzupatchen, aber schwer es zu
reversen".
Gruß
Jan
--
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Author: Wolfgang DraxingerWolfgang Draxinger Date: Sep 18, 2008 04:46
Jan Schejbal wrote:
> Hallo,
> [Wasserzeichen reverse-eingineeren]
>>Ist sowas schon mal probiert worden?
>
> Wissen tue ich es nicht, aber ich vermute mal stark ja, und ich
> vermute dass es nicht allzu einfach wird, die Leute von
> Digimark sind soweit ich weiß nicht auf den Kopf gefallen.
> Irgendwo stand auch was von wegen "es dürte leicht sein sich
> drum rumzupatchen, aber schwer es zu reversen".
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Algorithmus irgendwas ganz
einfaches ist. Immerhin werden mit Photoshop teilweise Dateien
im mehrfachen Kilopixel^2-Bereich bearbeitet. Und wenn ich mir
überlege, dass z.B. eine Hough-Transformation (_die_
Stanadardmethode um Geraden in Bildern zu erkennen) schon
ordentlich zuschlägt (hatte erst letztens das Vergnügen so was
in Echtzeit mit einem Videosignal von einer Kamera anzustellen),
glaube ich kaum, dass irgend ein komplexerer Algorithmus zum
Einsatz kommt.
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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 19, 2008 00:30
Hallo,
vermutlich gibt es mehrere Stufen, und bei jeder wird entschieden, ob
es sich definitiv um ein sauberes Bild handelt (dann wird es normal
geöffnet), um ein definitiv nach "Währung" aussehendes Bild handelt
(dann gibt es die Warnung, je nach Version kann man dann entweder nicht
drucken oder das Bild geht gar nicht erst auf), oder aber ob sich die
Stufe unsicher ist, dann werden die weiteren Stufen ausgeführt.
Falls du (oder jemand anderes) sich da betätigen möchte(st), Spielzeug
inkl. sehr knapper Fälle gibt es da:
http://www.cl.cam.ac.uk/~sjm217/projects/currency/
leider fehlen ein paar Bilder, das Archiv
http://web.archive.org/web/20060303101625/www.cl.cam.ac.uk/users/sjm217/projects.../
hat die meisten aber noch.
Gruß
Jan
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Author: Wolfgang DraxingerWolfgang Draxinger Date: Sep 20, 2008 16:35
Jan Schejbal wrote:
Also... Irgendwie mag ich nicht glauben, dass es _sooo_ einfach
ist aber. Naja das Ergebnis spricht irgendwie für sich.
Ich hab mal einfach aus Spaß an der Freude die Bilder jeweils
durch eine Fourier-Transformation geschickt. Dabei kam für alle
Bilder die noch als "Geldschein" erkannt wurden sehr ähnliche
Muster in den spektrale Intensitäten heraus. Wenn man sich die
Peaks im Spektrum herauspickt kann man mit denen so was
ähnliches anstellen mit der bereits bekannten
Eurion-Konstelleation, nur das es fast noch einfacher erscheint:
Da die Linien alle die selbe Breiten und Abstände haben, liegen
die spektralen Peaks alle konzentrisch um den Ursprung (klar,
haben alle die gleiche Ortsfrequenz und sind nur
Phasenverschoben). Interessant sind aber die Winkel der Peaks
zueinander, wenn man das mal in Polarkoordinaten betrachtet.
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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 21, 2008 12:21
Hallo,
die diversen Umformungen sind mir derzeit noch etwas zu kompliziert,
das Patent (siehe unten) erwähnt, dass das Verfahren auf einer
Fourier-Mellin-Transformation beruht. So wie ich das aus einer kurzen
Googlesuche ersehen kann ist das wohl eine Foriertransformation,
gefolgt von einer Tranformation in Polarkoordinaten und das dann
nochmal Fouriertransformiert. Deine Vermutungen scheinen also in die
richtige Richtung zu gehen.
Ein kurzer praktischer Test ergab, dass ein Canon Pixma (wenn ich mich
recht erinnere das 140er) Multifunktionsgerät Geldscheine nicht scannen
möchte, mit dem Sozialversicherungsausweis aber absolut...
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Author: Jan SchejbalJan Schejbal Date: Sep 21, 2008 12:34
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