Informationsfreiheit in China
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Informationsfreiheit in China         


Author: baumi10
Date: Mar 26, 2008 08:29

Hey!

Ich finde es furchtbar, wie China sich im Hinblick auf viele
grundlegende Menschenrechte verhÀlt.
Immer wieder liest man in zahllosen Zeitungen und Foren z.B. von der
EinschrÀnkung der Informationsrechte.

Ich weiß jetzt nur von Google, aber es gibt sicherlich auch noch viele
andere Unternehmen, die im Prinzip mit China zusammenarbeiten, da sie
sich zumindest teilweise der Zensur fĂŒgen und bestimmte Inhalte den
Einwohnern nicht zugÀnglich machen. Nun meine Frage:

Wieso versucht ihr daran nichts zu Àndern? (Oder tut ihr dass und ich
weiß nur nichts davon =) )

Immerhin hat sich der CCC ja dazu bekannt, fĂŒr die Freiheit
einzutreten. Wieso platziert ihr nicht auf denen in China populÀren
Seiten die Videos, die wir ĂŒber Tibet tĂ€glich sehen? Oder ist das
problematisch, weil diejenigen dann eure Spuren doch zurĂŒckverfolgen
können?! Ich denke dass das wirklich sinnvoll wÀre wenn es möglich
ist.

Oder ist meine Sichtweise sehr naiv?

Liebe GrĂŒĂŸe
10 Comments
Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Volker Birk
Date: Mar 26, 2008 08:49

baumi10@googlemail.com wrote:
> Immerhin hat sich der CCC ja dazu bekannt, fĂŒr die Freiheit
> einzutreten. Wieso platziert ihr nicht auf denen in China populÀren
> Seiten die Videos, die wir ĂŒber Tibet tĂ€glich sehen?

Kurz: weil der Dalai Lama der Feudalherrscher von Tibet ist, und da
keinesfalls Demokratie und Menschenrechte zu erwarten sind oder gar
nennenswert Freiheit, wenn der an die Macht kommt. Zumindest hat sein
VorgÀnger beispielsweise Bildung monopolisiert und die Tibeter dumm
gehalten. Bildung nur fĂŒr Mönche.

China kann man beim Thema Menschenrechte und Freiheit wirklich zu recht
kritisieren. Warum ausgerechnet das Feudalsystem der Lamas da irgendwie
besser sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#Geschichte
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Tino Raspari
Date: Mar 26, 2008 09:46

Volker Birk wrote:
> baumi10@googlemail.com wrote:
>> Immerhin hat sich der CCC ja dazu bekannt, fĂŒr die Freiheit
>> einzutreten. Wieso platziert ihr nicht auf denen in China populÀren
>> Seiten die Videos, die wir ĂŒber Tibet tĂ€glich sehen?
>
> Kurz: weil der Dalai Lama der Feudalherrscher von Tibet ist, und da
> keinesfalls Demokratie und Menschenrechte zu erwarten sind oder gar
> nennenswert Freiheit, wenn der an die Macht kommt. Zumindest hat sein
> VorgÀnger beispielsweise Bildung monopolisiert und die Tibeter dumm
> gehalten. Bildung nur fĂŒr Mönche.
>
> China kann man beim Thema Menschenrechte und Freiheit wirklich zu recht
> kritisieren. Warum ausgerechnet das Feudalsystem der Lamas da irgendwie
> besser sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: baumi10
Date: Mar 26, 2008 13:59


Ich finde es gut dass es Leute gibt, die an einer solchen Lösung
arbeiten. Nur wie viele der (stellvertretend fĂŒr alle NationalitĂ€ten)
Chinesen haben schon einmal etwas von Freenet gehört, wenn es in den
chinesischen Suchmaschinen nicht auftaucht? Ich glaube, dass die
intellektuelle Opposition das kennen könnte. Aber der
Durchschnittschinese doch nicht. Der wĂŒrde sich auch wundern, glaubt
er selbst doch wahrscheinlich in einem Staat zu leben in dem
Informationsfreiheit herrscht...
Man mĂŒsste doch dann zumindest einmal ein Banner mit dem Schriftzug
"Freenet" quer ĂŒber die Homepage der populĂ€rsten Website ziehen, oder?
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Re: Informationsfreiheit in China und Deutschland^         


Author: Michael Schinhammer
Date: Mar 26, 2008 17:57

Hoi netter Ansatz,

ist dir eigentlich schonmal aufgefallen das bestimmte Informationen bei
Google in Deutschland auch nicht zu finden sind ? bzw. teilweise ein
Hinweis erscheint das deas Suchergebnis nicht angezeigt werden kann da
es BOESE ist (und du als Betrachter ungeeignet bist)....

Freiheit endet dort wo Kontrolle beginnt.
Wieviele Terroristen wurden bereits durch die Vorratsdatenspeicherung
verhaftet ? Ich nehm mal an keiner sonst waere das schon eine
Pressemeldung wert gewesen.

Gruss, MS
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Ralf Bader
Date: Mar 26, 2008 19:01

Tino Raspari wrote:
> Volker Birk wrote:
>
>> China kann man beim Thema Menschenrechte und Freiheit wirklich zu recht
>> kritisieren. Warum ausgerechnet das Feudalsystem der Lamas da irgendwie
>> besser sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
>
> Es geht doch nicht darum, dem Dalai Lama zu helfen, es geht dem eröffner
> wahrscheinlich darum, ĂŒberhaupt fĂŒr eine ZugĂ€nglichkeit der Informationen
> ĂŒber die VorgĂ€nge in Tibet, auch und vor allem fĂŒr Chinesen, zu sorgen.
> Dies ist wichtig, sonst haben gerade die Chinesen keine Chance sich
> objektiv mit den VorgÀngen auseinanderzusetzen.

Aus dem OP: "Immerhin hat sich der CCC ja dazu bekannt, fĂŒr die Freiheit
einzutreten. Wieso platziert ihr nicht auf denen in China populÀren
Seiten die Videos, die wir ĂŒber Tibet tĂ€glich sehen?"
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Heiko Recktenwald
Date: Mar 27, 2008 03:14

Volker Birk wrote:
> baumi10@googlemail.com wrote:
>> Immerhin hat sich der CCC ja dazu bekannt, fĂŒr die Freiheit
>> einzutreten. Wieso platziert ihr nicht auf denen in China populÀren
>> Seiten die Videos, die wir ĂŒber Tibet tĂ€glich sehen?
>
> Kurz: weil der Dalai Lama der Feudalherrscher von Tibet ist,

Das waere er vielleicht gerne, ist er aber nicht. Ganz unabhaengig war
Tibet uebrigens nie.
> und da
> keinesfalls Demokratie und Menschenrechte zu erwarten sind oder gar
> nennenswert Freiheit, wenn der an die Macht kommt. Zumindest hat sein
> VorgÀnger beispielsweise Bildung monopolisiert und die Tibeter dumm
> gehalten. Bildung nur fĂŒr Mönche.

Und jetzt wollen sie die Weltöffentlichkeit fuer dumm verkaufen.
Ziemlich eklig, wie sich da einige Zeitungen und Politiker produziert haben.
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Volker Birk
Date: Mar 31, 2008 20:51

Joe N. yahoo.com> wrote:
> Jo. Nur sind die Chinesen spÀtestens seit dem Opiumkrieg misstrauisch
> und gehen (etwa zu recht?) davon aus, dass "der Westen" sie nicht
> versteht. Angesichts der kulturell-bedingten Arroganz, die dort
> herrscht, sehen sie sich in einer Vorechtsposition. Warum sollte man
> den westlichen Banausen Informationen zugÀnglich machen, die sie
> sowieso nicht verstehen bzw. gegen China verwenden?
> Mal so herum gesehen...

Wie einfach, die Ausreden fĂŒr eine Diktatur, die Pressefreiheit zu
verletzen.

Viele GrĂŒsse,
VB.
--
The file name of an indirect node file is the string "iNode" immediately
followed by the link reference converted to decimal text, with no leading
zeroes. For example, an indirect node file with link reference 123 would
have the name "iNode123". - HFS Plus Volume Format, MacOS X
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Heiko Recktenwald
Date: Apr 1, 2008 01:23

Joe N. wrote:
> Tino Raspari wrote:
>
>> [...]
>> Es geht doch nicht darum, dem Dalai Lama zu helfen, es geht dem eröffner
>> wahrscheinlich darum, ĂŒberhaupt fĂŒr eine ZugĂ€nglichkeit der Informationen
>> ĂŒber die VorgĂ€nge in Tibet, auch und vor allem fĂŒr Chinesen, zu sorgen.
>> Dies ist wichtig, sonst haben gerade die Chinesen keine Chance sich
>> objektiv mit den VorgÀngen auseinanderzusetzen.
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Re: Informationsfreiheit in China         


Author: Jochim Rolf Selzer
Date: Apr 6, 2008 06:57

Alexander Ausserstorfer wrote:
> Nein. Damit provozierst du die Leute an der Macht, und es geschieht
> noch mehr UnglĂŒck. Willst du Krieg?

Appeasement funktioniert als Strategie nur bei verhandlungsbereiter
Gegenseite. Andernfalls ist es nichts Anderes als eine beschönigende
Umschreibung von: "Ich lege die HĂ€nde in den Schoß und schaue
Verbrechern bei der Arbeit zu. Gelegentlich biete ich ihnen noch einen
Kaffee an, damit sie weiter gute Laune haben."

Gruß

Jochim
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