Rainer Zocholl wrote:
> (Carsten Krueger) 20.08.08 in /de/org/ccc:
>
>>Am 20 Aug 2008 19:45:00 +0200 schrieb Rainer Zocholl:
>
>>> Sie sind allerdings so genau, das man erkennen kann, ob der
>>> Eierkocher eingeschaltet wurde und ob er 1 oder 3 Eier zubereitet
>>> hat...
>
>>Und wovon träumst du Nachts?
>
> Von schöneren Dingen. Danke der Nachfrage. ;-)
>
>
>>Selbst wenn die genau genug messen können
>
>>a) der Verbrauch ist ein Gemisch
>
> Hätte ich auch gedacht, aber, wenn, wie möglich, alle sekunde
> oder öfter ein Messwert erzeugt wird(*), kann man das einzelne Gerät aus
> dem "Rauschen" ermitteln. Ein paar Studies machen da gerade
> ein paar Patente (staatlich finanziert)...
Nein kann man nicht zu mindestens nicht genau.
eben diese Geräte sind in der Fehlertoleranzklasse 10 %%
( Abgesehen das mein Toster und mein Eierkocher genau die gleiche
Leistungsaufnahme haben ,und auch die gleich zeit laufen )
>>b) die einzelnen Geräte im Haushalt sind nicht vermessen
> Em,, klar das man, ohne RFID, nicht das genaue Gerät ermitteln kann.
> Aber man kann die Art ermitteln.
> Ein Eierkocher nimmt "anders" Strom "über die Zeit" auf als ein
> Toaster, das müsste doch einleuchten?
Nein wenn beide 1500 Watt haben ist die Aufnahme gleich.
Außerdem gehe mal in ein Kaufhaus deiner Wahl und vergleiche nur mal zum
Spaß die Stromaufnahme von Toastern unterschiedlicher Hersteller.
> Und ob man den Fön einschaltet oder die Abzughaube oder den Staubsauger:
> Jedes Gerät ändert seine Stromaufnahme in spezifischer weise über die
> Zeit. Das ist ja das faszinierende Ergebnis dise Studien.
Janein jedes Gerät kann aber ein anderes simulieren.
( in dem Versuch den du meinst hat man ja Praktisch alle Störquellen
ausgemotzt.
>>Du kannst aus den Daten den Verbrauch zeitnah ablesen (gut für die
>>Kraftwerksauslatung).
>
> Jupp. Würde ich durchaus gerne haben. Unser Zähler hat sogar eine optische
> Schnittstelle. Leider "sitzen" die EVUs auf den Protokollen...
> (es wäre ja auch zuuuu gefährlich wenn Kunden so direkt an die eigenen
> Verbrauchsdaten kämen...)
>
>
>>Wenn du wissen willst ob Herr Maier auf dem Klo
>>das Licht anschaltet solltest du lieber Kaffeesatz lesen.
>
> Das wäre ebend nicht so gefährlich:
> Kaffesatz ist analog und lässt sich nicht per Computer bearbeiten oder
> speichern.
>
> Achso: Wann werden wohl die "intelligenten Wasserzähler" kommen?
> "Ohne Strom" kommt man zurecht, aber ohne Wasser?
>
>
> Ich möchte wissen, wie es mit dem Datenschutz bei diesen
> *Überwachungseinrichtungen* aussieht.
> Warum müssen diese Daten erst zur EVU ehe ich sie sehen(!) darf?
> Warum hat der Bürger keinen Einfluss auf die Messwertübertragung,
> die ja in "Echtzeit" erfolgen soll.
> Was ist wenn die Stasi 2.0 wissen will, wann sich die "Terror"zelle
> in der konspirativen Wohnung immer wiedertrifft, oder welche Wohnungen
> in dem Wohnblock nur ganz selten bewohnt wird?
richtig in der Größenordnung . niemand da u.s.w. ist eine Auflösung
möglich.
Aber wen es Profis sind lässt sich sowas tarnen.
in Übersee gibt es schon Geräte zu kaufen sie sowas simulieren. ( damit
Einbrecher diese Daten nicht ausnutzen ,so die Offizielle Version .
> (Klar das das nur bei normalen Bürgern funktioniert: Terroristen
> würden sich in Kneipen treffen oder batterie betriebe Geräte mitbringen,
> genauso wie sie auch ausländische Provider zum versand von emails
> verwenden..)
>
>
> Alles nur Paranoier?
> Leider nicht:
>
> Es sei an Prof. Manfred Spitzers Beitrag zur "Phychologie der Kaffekasse"
> erinnert: Menschen verhalten sich nachgewiesnemassen anders, wenn sie sich
> beobachtet *fühlen*.
> So genügt es ein Augenpaar bei Kaffekasse anzubringen um die "Ehrlichkeit"
> der Kaffeetrinker signifikant(!) zu erhöhen...auch ergab ja eine Umfrage,
> das Bürger auf telefonische Hilfe verzichten, wenn sie wissen, das
> der Anruf erfasst wird.
Möglich aber solche Studien sind in der Praxis oft das Papier nicht wert auf
den sie stehen.
> Rainer
>
> (Vgl. BR-alpha-Reihe "Geist und Gehirn"
> Folge 114: "Beobachtet werden"
>
>
>
> (*)
> Früher(tm) wurden diese Daten per Modem übertragen:
> 300bd und jeder Anruf 23Pf. Da hat man zweimal pro Monat anrufen lassen.
> Heute(tm) gehen die Daten per "ethernet over powerline" megabitweise
> zu flatrate-kosten über die Strom-Leitungm und Terabytes an Daten sind
> kein Problem.
Naja Powerlinde wie man das heute nennt gab es bei der Energieversorgung der
ehemaligen DDR schon 1988.
( Allerdings noch anders Protokoll)
G.K.
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