Am Fri, 07 Sep 2007 14:21:00 +0200 schrieb Rainer Zocholl:
> a) Manipulation durch den Wählenden
> b) Manipulation durch das Wahlteam.
>
> Ist "a" überhaupt eine "Manipulation", wenn er seine eigene Stimme
> umgültig macht?
Ich denke, das kann man abhaken, von dem von Dir geschilderten Angriff mal
abgesehen. Da würden Löcher helfen.
> Erinnere an die "Wahl" in der DDR, bei der das Mitbringen von
> Schreibwerkzeugen unerwünscht war,
Das hat mich einen Dreck interessiert.
> und "man" die Wahlkabinen nicht benutzte.
Das hat mich einen ebensolchen interessiert. Aber nicht lange, dann
konnten sie ihre Zettel selbst schmeißen.
Die Kreuzchenlogik war auch krank.
Am Anfang habe ich mich danach gerichtet, später nicht mehr.
> Ein ehemaliger DDRler erzählte nach seiner Flucht das einige Mutige
> einen Stift in der Hand versteckt hatten um den Zettel kurz vor Einwurf/beim
> Einwurf in die Urne zu markieren, also im Sinne der (angeblich) "freien"
> Wahl ungültig zu machen.
Ungültig war er, wenn alles durchgestrichen war, wenn er durchgerissen
war und wenn nicht sauber das, was man nicht wollte rausgestrichen war.
Warum soll man nicht vor versammelter Mannschaft Ratz machen?
> Dieses wird bei Wahlmanipulaschinen nicht mehr möglich sein!
Dort kann man angeblich ungültig wählen.
Aber da wird Kabine und Urne zusammengelegt. Das ist das Problem.
> Und mit Stanzen wird das auch wirksam verhindert.
Die stehen in Wahlkabinen.
>>Du kannst bei der Ausgabe Nummern einstanzen.
>
> Wie *gewährleistet* Du die Anonymität?
Zufällig aus einem Pool auswählen.
>>Du kannst in der Wahlkabine eine Kennung stanzen, die vom
>>Wahlleiter eingestellt wird,
>
> Wie stellst Du sicher das der Wahlleiter nicht "zu denen" gehört
> und er die Codes vorher anderen gegeben hat?
Das macht dann die TAN, die bei Ausgabe der Karten gestanzt wird.
Korrupter Wahlleiter ist aber ein Problem. Das ist ja schon fast das Aus
für die Wahlmaschinen.
> Es wäre nicht anhand der Lochkarten beweisbar!
Dagegen helfen die TAN. Es gibt ja Wahlhelfer.
> Merkst du das das immer komplizierter und komplizierter wird,
> ohne wirklich etwas zu bringen?
Man muß ja nur das nötigste tun.
> Ich bin Neuem wahrlich nicht abgeneigt. Aber wenn etwas
> "genial einfach" ist, kann es nur noch verschlimmbessern.
so?
>>Man kann die Kennung jede Stunde wechseln. Stapel unterschieben wäre
>>dann sehr schwer, auch für Wahlhelfer.
>
> Wie *gewährleistet* Du die Anonymität und Gleichheit?
Stündlich ist vielleicht übertrieben.
>>> Dann wurde behauptet, das gewisse "superrechten" Wahlsysteme so
>>> kompliziert seien, das die Ergebnisse nur noch per Computer
>>> ermittelbar seien.
>
>>Das ist Unsinn.
>
> Nein. Es gibt irgendwo ein Wahlsystem das so irre komplziert ist
> das es tatsächlich nur per Computer schnell zu berechnen ist.
> Name ist mir leider im Moment entfallen. Irgendwas mit "Häufelung"?
> bei irgendner regionalen Wahl.
Und das blicken die Wähler noch?
Die Berechnung findet hinter der Auszählung statt. Daran ändert sich
nichts.
>>Das Ziel einer komplexeren Willensbildung müßte anders erreicht
>>werden.
>
> ACK. Aber so kann man halt die Wahlmanipulaschinen rechtfertigen!
Das war jetzt nich Dein kleiner Bruder Ernst?
>>Man kann im Deckel der Wahlurne einen (nur von innen zugänglichen)
>>Scanner für ein vorläufiges Ergebnis integrieren. Das wäre dann zehn
>>Minuten nach Öffnung im Netz.
>
> Jeein, (hm, ich glaube ich wiederhole mich? ;-)
> Wie *gewährleistet* Du die Anonymität?
Der ersetzt nur die Hochrechnungen. Er kennt nur die Summen.
> Es ist wieder ein Computer der die Scanns verwürfeln muss
> oder nur aufsummieren darf (Was nicht bei allen Wahlsystemen geht).
nö
> Was ist mit dem Recht des allerersten Wählers auf geheimen Wahl?
> Urne mit Dummyzettel vorfüllen? Nicht wirklich, oder?
???
ct
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Säuft denn der alte Holzmichel noch?