Volker Birk wrote:
> Das bezweifle ich. Die NPD als Partei der Ewiggestrigen wird genau gar
> nichts Positives bewirken. Mal ganz abgesehen davon, dass nur ein
> Idiot Nazis in ein Parlament wählt. Nazis mit Macht versorgen? OMN!
Deine "Argumente" sind alle nur Floskeln.
>> Den Glauben an alles,
>> was sich irgendwie "Demokratie" nennt, habe ich jedenfalls
>> nachhaltig verloren.
> Schade eigentlich. Was müsste passieren, dass Du dieses Vertrauen zurück
> gewinnst?
Vielleicht könnte man das mit einer *direkten* Demokratie
mit einem Parteien- und Fraktionsverbot noch schaffen. Also
nur noch Einzelentscheide, kein Parlament mehr, als Zentral-
organ ausschließlich eine Stimmverwaltungsstelle (Computer
plus gut vom Volk kontrollierter Wahlausschuß zzgl. Daten-
schutzbeauftragter könnte ausreichen).
Einer *repräsentativen* Demokratie werde ich jedenfalls wohl
für den Rest meines Lebens nicht mehr vertrauen und lehne
diese Staatsform mittlerweile auch entschieden ab.
>> Wer hat gesagt, daß ich denen die Macht geben will? Ich denke,
>> man kann die NPD hervorragend als Bedrohungsfaktor instrumenta-
>> lisieren.
> Diese Sichtweise halte ich für sehr naiv. Nazis lassen sich gar nicht
> instrumentalisieren.
Doch, natürlich. Vielleicht nicht die Einzelakteure, aber
das Gebilde NPD in seiner Gesamtheit durchaus. Es existiert,
es ist wählbar, und es wird abstrakt in seiner Gänze als
Bedrohung empfunden. Und diese Bedrohung qua Existenz
läßt sich instrumentalisieren.
>> *Aktuell* sehe ich jedenfalls kein
>> von der NPD ausgehendes Problem.
> Dann musst Du blind sein. Die Nazis sind die gefährlichste Gruppierung
> von allen. Wenn es Abschaum gibt, dann die.
Es ist eine andere Art von Abschaum als die, die derzeit in
der Regierung sitzt. Aber wenn Schäuble (Euthanasie now!)
in unserer Privatsphäre rumschnüffeln will und Struck
den nächsten Kriegseinsatz vorbereitet dann ist das halt
offenbar salonfähiger. Für mich macht es keinen Unterschied
ob die Bundeswehr im mittleren Osten im "Kampf gegen den
Terror" auch unschuldige Afghanis erlegt oder ob ein
"Nazi" in McPomm gegen Ausländer randaliert. Es sind beides
kriminelle Akte, einer ist nicht besser als der andere.
> Du scheinst mir gar kein Nazi zu sein, sondern dem Irrglauben
> aufzusitzen, mit Nazis könnte man irgend etwas Positives erreichen. Ich
> versuche Dir deshalb klar zu machen, dass das nie funktionieren kann.
Da Du keine stichhaltigen Argumente auf die Reihe bringst wirst
Du das nicht schaffen. Überzeugen könnte mich ein tatsächlich
gangbarer Weg. D. h. nicht "wähh, das geht doch nicht, buhh,
NPD kann man doch nicht wählen"-Geseire, sondern ein Plan,
der mindestens genauso gute Erfolgsaussichten hat wie das von
mir proklamierte Rezept.
Remember: der Weg den ich vorschlage führt auf jeden Fall
zu einem deterministischen Ergebnis. Nämlich entweder
zu demjenigen, daß das derzeit herrschende Regime unter
dem Druck einer erstarkenden NPD-Präsenz freiwillig
vernünftig wird, oder es führt tatsächlich zu weiterem
Stimmzuwachs für die NPD. Dann hat sich die heutige
Regierungsform überlebt und das Volk wird gleichzeitig
auf die Barrikaden gehen. Denn auch wenn Deutschland
leider von einem krankhaften Pazifismus und Drückebergertum
beseelt ist, der Punkt "rechtsaußen" ist der einzige,
wo man sich darauf verlassen kann daß die Leute am Tag X
hysterisch werden. Sieht man doch hier im kleinen auch
schon sehr schön.
Von daher: keine reale Gefahr, wenn man die NPD erstmal
weiter anfüttert.
Daniel