Author: AnonymaAnonyma Date: Nov 12, 2006 04:24
Wir saugen es schon mit der Muttermilch auf: "Der Holocaust ist nicht
relativierbar". Nun fragt man sich, welcher Spinner sich das überlegt
haben könnte.
Relativierbar: In Relation, in Beziehung zu etwas anderem setzen.
Warum ist dies verpönt? Alles kann in Beziehung und in Relation zu
etwas anderem gesehen werden. Warum nicht der Holocaust? Was hebt ihn
über andere Verbrechen bzw. dessen Opfer über andere Opfer, die eine
solche Einzigartigkeit nicht in Anspruch nehmen dürfen?
Technisch, logisch und wissenschaftlich ist die Nichtrealtivierungs-
Forderung ein Zeugnis für geistigen Unfug. Wer diese Forderung
aufstellt darf sich nicht über die amerikanischen Bestrebungen
beklagen, Adam und Eva für bare Münze zu nehmen.
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