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  Re: uranabgereicherte Munition         


Author: Daniel Cornel
Date: May 3, 2008 12:29

Fabian Lenzen schrieb:
> Einen Richtig professionellen Eindruck machten die Leute aber nicht auf
> mich, denn der Text enthielt einige Fehler, und der Druck schien auch
> eher halbherzig angefertigt.

Ach, die guten alten Drucke der Linken... *erinner* *feuchte Augen
bekomm* solche Texte sind mir immer sehr sympathisch :) "Wie erreichen
wir die Menschen, ohne kapitalistisch-professionell zu wirken?"

Hm, ich muss mit Bedauern sagen, dass mich der Flyer inhaltlich nicht
vom Hocker haut, weil es nichts Neues ist. Vor mehreren Jahren wurde
doch schon berichtet, dass die ganzen US-Soldaten verrecken, weil sie
im (zweiten) Golfkrieg 1990 Uran-Panzergranaten verwendet haben und
jetzt Krebs und andere Strahlenkrankheiten haben.

Dass es nichts Neues ist, ändert natürlich nichts daran, dass es eine
der perversesten und unmenschlichsten Kriegsmittel ist, die die
Menschheit hervorgebracht hat, und dass es ebenso unfassbar ist, dass
der Einsatz derartiger "Technologie" von offiziell "zivilisierten"
Völkern in der Welt geduldet wird.

--
Join the CLI revival! Get the code! http://www.mOfl.eu
2 Comments
  Re: uranabgereicherte Munition         


Author: Holger Marzen
Date: May 3, 2008 03:34

* On Sat, 03 May 2008 10:46:00 +0200, Elcaro Nosille wrote:
> Naja, nach dem was in der Wikipedia steht ([1]) scheint die
> Aussage, dass die Uran-Munition so giftig sei eher motiviert:
>
> "Zwar ist abgereichertes Uran mit einer spezifischen Aktivität
> von etwa 15 Bq/mg (zzgl. etwa 25 Bq/mg von den Zerfallsproduk-
> ten) nur sehr schwach radioaktiv. Dennoch kann eine solche
> Dosis, wenn sie über einen längeren Zeitraum wirkt, das Erb-
> gut schädigen und Krebs auslösen. In der Lunge abgelagerte
> Partikel erzeugen eine lokal erhöhte Bestrahlung gerade durch
> Alphateilchen.

Mir fehlt in solchen Berichten immer die Aussage ĂĽber die Giftigkeit
rein weil es sich um ein Schwermetall handelt. Blei- oder Cadmiumstaub
will man auch nicht aufnehmen, auch wenn er nicht strahlt.
6 Comments
  Re: uranabgereicherte Munition         


Author: Wolfgang Draxinger
Date: May 3, 2008 02:44

Fabian Lenzen wrote:
> Anbei findet sich der verteilte Text (eingescannt, daher nicht
> 100%%ig Originallayout); ich denke, es sollte nicht gegen den
> Sinn der Urheber sein, wenn ich ihn denn hier veröffentliche.

Ausser ein paar orthographischen und grammatikalischen Fehlern
enthält der Text keine weiteren Fehler. Inhaltlich passt alles.

Evtl. sollte man mal den physikalischen Hintergrund, weshalb
überhaupt DU verwendet wird erläutern: Bei gegebener kinetischer
Energie hängt das Penetrationsvermögen eines Projektils vom
Dichteverhältnis der beteiligten Materialien ab. Daraus folgt:
Man möchte möglichst Dichte (nicht schwere!) Projektile
verschieĂźen, wenn es darum geht Panzerungen zu durchschlagen.

Daher nimmt man kupferummantelte Bleigeschosse und wenn's gegen
was stärker gepanzertes geht Wismut als Kernmaterial, wenn man
die Umwelt nicht radioaktiv verpesten will. Noch dichter als
Wismut und dabei nicht radioaktiv ist kein anderes Material. Nur
leider ist Wismut schweineteuer.
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