Lst.-Technik (war:Re: VoIP-Lokalisierung)
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Lst.-Technik (war:Re: VoIP-Lokalisierung)         

Group: de.etc.notfallrettung · Group Profile
Author: Erich Kirchmayer
Date: Dec 19, 2007 13:12

Hi,

"Viktor Zacek" schrieb:
>> Damals[tm] wurde eben noch heldenhaft gestorben ;-) und kein
>> Kontroll- oder Überwachungsfanaktiker hat sich daran gestört.
> Ja frĂĽher war Alles besser - heute ist bei jedem Einsatz die ID des
> Calls aus der Anlage mitgespeichert mit einem Mauscklick kann das
> Gespräch abgehört werden - da gibts keine schludrigen Abfragen.

Mangelhafte Abfragen gibt es trotzdem - man kann sie nur leichter
feststellen und entsprechend (z.B. Supervising) dagegen einwirken.
> FrĂĽher hat man bei der Huba Mitzi angerufen, mit der man vermutlich
> sogar irgendwie verwandt war und hat gemeint:
> Du da Vroni Tant gez ned guat. Könnst vorbeikumma?

Blos weil in .at die Organisation und Struktur von "Leitstellen" vor
langer Zeit - äh - "etwas" primitiv war ("Leitstelle" = lokale ÖRK-Wache
oder freiwillige Person mit Telefon), ist das nicht auf andere Länder
umsetzbar.
> Die LeitstellenMitzi hat den Notruf gleich einmal zu nächsten
> Dienststelle weitergeleitet, hat den Paraktiker angerufen, der auch
> sofort seine wohl gefĂĽllte Praxis verlassen und war unterwegs.

...was ja im Prinzip soooviel anders heute auch nicht läuft. Nur dass
die "Mitzi" eben nun ein geschulter Lst.Disponent ist und Unmengen an
Technik dahintersteckt.

Sieht man immer wieder wunderbar, wenn beabsichtigt oder wirklich
zufällig eben "die Technik" ausfällt oder abgeschaltet wird. Der "gute
alte Disponent" kommt auch ohne PC wunderbar klar, schreibt Meldezettel
und Funklisten und alles klappt wie am SchnĂĽrchen. Der technik-gewohnte
Jüngling jedoch verzweifelt fast, wenn er seine Autos und Einsätze nicht
auf dem Bildschirm hat, Alarmstichworte keine Einsatzmittel vorschlagen
und man sogar Melderschleifen auswendig wissen muss.

Technik ist ganz gut, um Standardabläufe zu vereinfachen und menschliche
Fehler weitgehend zu vermeiden. Aber das Allheilmittel ist´s dennoch
nicht. Der Disponent, der "seine Computer" zu 100%% im Griff hat, damit
schnell und sicher arbeitet ist gut, aber wenn er ohne diese "Computer"
nix mehr kann und weis, dann kann man den Typen schlichtweg vergessen.

ICH habe noch mit Meldezetteln ("rot=Notfall", "weiss=KTP usw.) und
Funklisten, Zeit- und Nummernstempel gelernt. Die "heutigen" Leute
kennen sowas nur aus Erzählungen von inzwischen leicht ergrauten
Disponenten-Kollegen "aus der guten alten Zeit" und seltenen Ăśbungen...
> Schicksal wurde damals auch noch als Schicksal empfunden ...

Und das ist es auch heute noch,m denn "technik" muss auch erts mal
beherrscht werden. Ein gutes Beispiel war Anno 1998 oder so die
Umstellung auf die "BF"-ILSt. in MĂĽnchen. War schon schwer - bis dahin
Laufband, Zettel und Funkliste, dann ELR usw. und eine völlig neue
Mannschaft. Man munkelt bis heute von "vielen Toten", die dieses neue
System am Anfang verursacht hat. Und BIS heute (fast 10 Jahre später!)
merkt man den Unterschied bei der Disposition ob am Funk ein "alter"
oder "neuer" Disponent arbeitet (natĂĽrlich nur, wenn man selbst "alter"
RTW-Kutscher ist)

GruĂź

Erich

--
Lebe heute und freue dich auf morgen.
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