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Author: Ingo zum FeldeIngo zum Felde Date: Dec 15, 2007 03:35
Erich Kirchmayer schrieb:
> Naja, aber brauchen wir ein System, das die Zahl möglicher Fehlalarme im
> RD nach oben treibt?
Nein. Was wir eher bräuchten ist eine sicher Festnetzlokalisierung für
Analog, ISDN und Voip. Eine Abtrennung von (den wenigen) normadischen
voip Teilnehmern sowie eine grob Lokalisierung von Mobilfunkteilnehmern.
Und das immer bei jedem Notruf und nicht nur wenn zufällig ein
überteuertes KFZ mit verkauft werden kann.
Damit würden bei geringeren Kosten vermutlich mehr Menschenleben
gerettet als über die Vorratsdatenspeicherung.
Gruß
Ingo
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Author: Paul HinkPaul Hink Date: Dec 15, 2007 03:39
Ingo zum Felde wrote:
> Was wir eher bräuchten ist eine sicher Festnetzlokalisierung für
> Analog, ISDN und Voip. Eine Abtrennung von (den wenigen) normadischen
> voip Teilnehmern sowie eine grob Lokalisierung von
> Mobilfunkteilnehmern.
Vorschläge, wie man das bei VoIP technisch implementieren könnte?
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Author: Erich KirchmayerErich Kirchmayer Date: Dec 15, 2007 10:55
Hi,
"Andreas Hirschberg" schrieb:
> Nun, rein technisch wird man IMO immer "nachverfolgen" können, wo die
> jeweiligen IP-Pakete hergekommen sind bzw. die Antwortpakete
> hingehen.
Klar. Nur sieht das momentan (und wohl noch längere Zeit) aus Sicht
einer BOS-Leitstelle eher schlecht aus. VoIP-Gespräche werden i.d.R.
"irgendwo" terminiert, ab dort läuft der Call dann "normal" via ISDN
weiter. d.h. die BOS-Lst. bekommt so die evtl. interessanten Infos wie
z.B. die absendende IP-Adresse garnicht mit (hat ja nur "normales" ISDN)
Selbst wenn man "irgendwie" die absendende IP-Adresse zur BOS-Lst.
weiterreichen könnte (derzeit tech. Problem) und wenn dort via Abfrage
einer Verbindugnsdatenbank aller ISP´s auch der momentane Nutzer dieser
IP-Adresse herauszufinden wäre (derzeit Datenschutzproblem) - es bleiben
Lücken wie z.B. WLAN-Nutzung, mobile Nutzung (UMTS) usw.
Gruß
Erich
--
Lebe heute und freue dich auf morgen.
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Author: Erich KirchmayerErich Kirchmayer Date: Dec 15, 2007 13:08
Hi,
"Andreas Hirschberg" schrieb:
>> Sicht einer BOS-Leitstelle eher schlecht aus. VoIP-Gespräche
>> werden i.d.R. "irgendwo" terminiert, ab dort läuft der Call dann
>> "normal" via ISDN weiter. d.h. die BOS-Lst. bekommt so die evtl.
>> interessanten Infos wie z.B. die absendende IP-Adresse garnicht
>> mit (hat ja nur "normales" ISDN)
> Schon klar. Allerdings hat dieses Gateway IP-Netz-> ISDN die
> Information, woher der Anruf kam, bzw. wohin es die in IP-Pakete
> umgewandelet Antwort routen muß. Und mit der bevorstehenden
> Vorratsdatenspeicherung hat der VoIP-Provider des anrufenden eh zu
> speichern, wer da wen anruft.
> Es wäre also durchaus möglich einen Automatismus einzubauen "Wenn der
> Anruf zur 112 geht, dann sende die $Rufnummer/$Adresse/$wasauchimmer
> mit".
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Author: Andreas HirschbergAndreas Hirschberg Date: Dec 16, 2007 07:06
"Ralph A. Schmid, dk5ras" radio-link.net> schrieb:
>>Die relevante Information, "wo kommt der Anruf her?" (welcher
>>Hotspot, welche Mobilfunkzelle o.ä.) wäre AFAICS immer machbar.
> Nö; wie soll das gehen, wenn ich ein VPN zu mir daheim aufbaue
> und von da aus dann die Verbindung z.B. per ISDN weitergeht?
Der Anruf komt dann von Dir daheim und wäre als solcher Erkennbar.
Du oder Deine Anlage daheim könnten BTw durchaus dafür Sorge tragen, daß
die Information, woher die VPN-Daten kommen, mit übermittelt werden.
Man kann latürnich auch einen stinknormalen POTS-Anruf umleiten und
verschleiern, dennoch käme kaum jemand auf die Idee zu sagen,
Senderrufnummererkennung bei Leitstellen könne technisch nicht
funktionieren.
Daß man nicht alles irgendwie umgehen können bzw. daß es nie False
Positives geben könne hatte niemand behauptet.
Bis neulich,
Andi
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Author: Erich KirchmayerErich Kirchmayer Date: Dec 16, 2007 15:53
Hi,
Bernhard Nowotny schrieb:
> Wie hat man das eigentlich mit dem Notruf und dem Hinfinden
> früher[tm] gemacht, als es noch kein Handy, GPS oder überhaupt ein
> Routing anders als über Draht gab, aber ohne Rufnummern- oder
> Sonstwasübermittlung?
Damals[tm] wurde eben noch heldenhaft gestorben ;-) und kein Kontroll-
oder Überwachungsfanaktiker hat sich daran gestört.
>
> Bald ein Hilferuf: "Schnell, schnell, ein verunglückter Arbeiter,
> man weiss nicht was ihm fehlt, in einem Vorort namens Irgendwo,
> bei der Firma Sowieso!".
> Kein Mensch kennt den Vorort. Die Karte auch nicht. Die Leitstelle?
> Reagiert nicht auf Funkruf.
Na, du bist aber einfallslos - da fährt man zur nächsten Kirche,
Tankstelle, Polizeiwache, Dorfladen etc. und fragt nach. Wenn es den Ort
gibt, dann weis das irgendwer.
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Author: Viktor ZacekViktor Zacek Date: Dec 18, 2007 05:37
"Bernhard Nowotny" schrieb im Newsbeitrag
news:fk42pv$ku7$1@online.de...
>
> Die entwickeln gerade ein System, das den Notruf inkl. Notfallort
> bereits 15 Minuten vorher weiß und damit die Hilfsfristdefinition
> unter völlig andere Gesichtspunkte stellt. Ganz bestimmt.
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Author: Viktor ZacekViktor Zacek Date: Dec 18, 2007 05:35
"Christian Schumacher" schrieb im Newsbeitrag
news:fk4117$ikj$1@online.de...
> Fragen wir doch mal Lebig, die haben doch bisher auf alles eine recht
> patente Antwort gehabt. Viktor? ;-)
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Author: Viktor ZacekViktor Zacek Date: Dec 18, 2007 06:01
"Erich Kirchmayer" hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:fk4dpo$6lr$1@svr7.m-online.net...
> Hi,
>
> Bernhard Nowotny schrieb:
>
>> Wie hat man das eigentlich mit dem Notruf und dem Hinfinden
>> früher[tm] gemacht, als es noch kein Handy, GPS oder überhaupt ein
>> Routing anders als über Draht gab, aber ohne Rufnummern- oder
>> Sonstwasübermittlung?
>
> Damals[tm] wurde eben noch heldenhaft gestorben ;-) und kein Kontroll-
> oder Überwachungsfanaktiker hat sich daran gestört.
Ja früher war Alles besser - heute ist bei jedem Einsatz die ID des Calls
aus der Anlage mitgespeichert mit einem Mauscklick kann das Gespräch
abgehört werden - da gibts keine schludrigen Abfragen.
Früher hat man bei der Huba Mitzi angerufen, mit der man vermutlich sogar
irgendwie verwandt war und hat gemeint:
Du da Vroni Tant gez ned guat. Könnst vorbeikumma?
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Author: Erich KirchmayerErich Kirchmayer Date: Dec 19, 2007 13:12
Hi,
"Viktor Zacek" schrieb:
>> Damals[tm] wurde eben noch heldenhaft gestorben ;-) und kein
>> Kontroll- oder Überwachungsfanaktiker hat sich daran gestört.
> Ja früher war Alles besser - heute ist bei jedem Einsatz die ID des
> Calls aus der Anlage mitgespeichert mit einem Mauscklick kann das
> Gespräch abgehört werden - da gibts keine schludrigen Abfragen.
Mangelhafte Abfragen gibt es trotzdem - man kann sie nur leichter
feststellen und entsprechend (z.B. Supervising) dagegen einwirken.
> Früher hat man bei der Huba Mitzi angerufen, mit der man vermutlich
> sogar irgendwie verwandt war und hat gemeint:
> Du da Vroni Tant gez ned guat. Könnst vorbeikumma?
Blos weil in .at die Organisation und Struktur von "Leitstellen" vor
langer Zeit - äh - "etwas" primitiv war ("Leitstelle" = lokale ÖRK-Wache
oder freiwillige Person mit Telefon), ist das nicht auf andere Länder
umsetzbar.
> Die LeitstellenMitzi hat den Notruf gleich einmal zu nächsten
> Dienststelle weitergeleitet, hat den Paraktiker angerufen, der auch
> sofort seine wohl gefüllte Praxis verlassen und war unterwegs.
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