Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> dunkel gmx.net> wrote:
>
>> Wenn der Stromabnehmer weggerissen ist, wird die Oberleitung mit sehr
>> grosser Wahrscheinlochkeit beschädigt sein, falls sie es nicht ist (und
>> Spannung drauf ist), gibt es einen Lokführer weniger. Die Stromleitungen
>
> Unsinn.
>
>> auf der Lok werden mit Sicherheit irgendwo einen Kontakt zur Aussenhaut
>> der Lok haben, und mit 15KV ist nicht zu spassen.
>
> Na und? Dann knallt es, Kurzschluß gegen Erde/Schiene, und der Strom
> ist weg. Und selbst wenn nicht, der Lokführer hat in dem Fall so lange
> auf seinem Bock zu bleiben, bis die Leitung gesichert ist. Dann kann
> ihm auch nix passieren.
>
> Du bist mir ein Held...willst 50 Hz bei der DB einführen, und hast
> nicht den geringsten Blassen, wie das mit dem Strom so geht, Erdung,
> Potentialunterschiede, all sowas. Danke für den Beleg.
>
Moin!
Wie das mit dem Strom geht, weiß ich. Im Deutschen Museum war ich auch
schon. Und im Gegensatz zu einigen hier weiß ich, wie man heute (z.B.
bei S-Bahnen oder dem Taurus) die Außenhaut des Führerstands baut.
Und ich habe einige Lokführer im Bekanntenkreis und kenne von denen die
Sicherheitsvorschriften. Wenn der Bügel weg oder etwas mit der
Oberleitung ist, wartet man auf die Diesellok, die einen abschleppt ins
nächste Werk, dort findet dann die Instandsetzung statt.
Irgendwie meinen hier einige, es gibt keinen Unterschied zwischen einer
Lok von Märklin und einer von Siemens, ...
Im Zweifel rate ich zum Blick in die Zeitung, dort steht regelmäßig,
z.B. Anfang der Woche Berichte über Menschen, die, weil sie auf Loks
oder Waggons klettern, den 15KV zu nahe kommen.
Ansonsten gab es noch nette Zeitungsartikel über das Not-Erden der
Oberleitung, dass Feuerwehrleute dafür geschult wurden, die meisten aber
im Fall der Fälle doch lieber auf den Notfallmanager warten würden
(natürlich außer es geht um Menschenleben).
Ich lese und schreibe hier nun seit 15 Jahren, wenn man den "Vorgänger"
im Fido Netz mit zählt, seit fast 20 Jahren. In den letzten Jahren habe
ich kaum bis nix mehr von den Leuten, die Ahnung haben, gelesen. An mir
kann es nicht liegen, sonst hätten sie schon vor 15 Jahren aufgehört zu
schreiben, ...
Übrigens, die Idee mit dem 25KV 50Hz stammt nicht von mir, da gibt es
einen Beschluss der EU-Kommission von ich meine 1993. Dank der guten
Lobby-Arbeit der DBAG durfte sie die Neubaustrecken mit 15KV 16,7Hz
bauen. Wenn doch nur die deutschen Autobauer eine so gut Lobby hätten,
dann wäre das mit der CO2 Abgabe nie gekommen. Trotzdem hat die DBAG
die Aufträge für die letzten Baulose der 145 in 185 umgewandelt, wissen
die vielleicht mehr?
Gruss
Peter