Konni Scheller wrote:
> Dietz Proepper wrote:
>
>> Für ein Grafikprogramm magst Du Recht haben.
>
> Grad da eben nicht: Photoshop ist ein absolutes Tasterturprogramm.
> Gewiefte Photoshopler haben fast ständig eine Hand an der Tastatur und
> die andere an der Maus/am Tablett.
>
>> Für eine Textverarbeitung ist es
>> imo sogar essentiell daß alles auch per Tastatur geht. Ein geübter
>> 10-Finger-Tipper verliert bei jedem Griff zur Maus minimal 20 Anschläge.
>
> Richtig. Deswegen macht man auch die Formatierung am Schluss und tippt
> den ganzen Schlonz am Stück runter.
Nein, man schreibt laufenden Fliesstext mit Strukturinformationen drin
und wenn man fertig ist, jagt man es durch (pdf)latex und korrigiert
eventuelle Fehler.
> Welche Funktionen meintest Du noch gleich?
>
>>> Viel wichtiger ist, dass die Shortcuts in allen Programmen konsequent
>>> gleich sind.
>>
>> Die für ausreichend ähnliche Funktionen auf jeden Fall. Bei allen anderen ist
>> es weder sinnvoll, noch möglich.
>
> Umgekehrt wird ein Socken draus: Wenn es nicht möglich ist, ist es auch
> nicht sinnvoll.
Kann es sein, dass Du _etwas_ zu viel Apple-Propaganda abbekommen hast?
Nur weil $SYSTEM etwas nicht kann, ist es auch nicht sinnvoll? Kaum.
Und inviduell anpassbare Werkzeuge sind extrem wertvoll.
>> Warum nicht? Ich *liebe* Werkzeuge die ich auf meine Bedürfnisse anpassen
>> kann.
>
> Das Problem ist, dass Grundfunktionen, überall gleich sein sollten.
> Nichts dagegen, wenn die Radios im Auto unterschiedlich bedienbar sind.
> Aber tausche nie Blinker mit Scheibenwischer.
*snicker*
" .. there is another theory which states that this has already
happened."
Ich sage nur Handbremse und Benz oder die seltsamen Mechanismen fuer den
Rueckwartsgang bei AFAIR Opel und VW.
Unterschiedliche System duerfen gerne unterschiedlich sein, sie sollten
halt nur (im Auslieferungszustand) in sich konsistent sein. Danach
sollte es aber moeglich sein, sie auf die eigenen Vorlieben zu
konfigurieren - zumal das anwenderspezifische Einstellungen zu sein
haben, nicht systemglobale.
>
>>> Der Unfall ist vorprogrammiert.
>> Inwiefern?
>
> AltGR-Q für das @-Zeichen auf Windows... setzt Du einen solchen Menschen
> an einen Mac, ist der Browser zu, weil er Apfel-Q erwischt.
>
> Sowas meine ich.
Das ist aber nicht Windows anzulasten, sondern dem total bekifften
deutschen Tastaturlayout. Ich weiss schon, warum ich auf allen Maschinen
zuhause US-Layout (mit Compose fuer die Umlaute) habe. Und der aktuelle
Arbeitgeber hat vernuenftigerweise alle Maschinen (Desktops und auch
Laptops) gleich mit US-Layout hingestellt, obwohl ich in einem zumindest
teilweise deutschsprachigem Land sitze.
Unglaublich - jetzt verteidige ich schon Windows gegen Apple-Fanboys.
>> Ich erinnere mich, vor Äonen genau das was Du da ankreidest mit großem
>> Erfolg (bei den Anwendern) gemacht zu haben. Einfach bei Word 80%% der
>> Menüs entfernt, und die wirklich wichtigen Funktionen auf eingene
>> Buttonbars und soweit möglich auf mnemonische Shortcuts umgestellt. Die
>> haben das *geliebt*.
>
> Word ist ein extrem schlechtes Beispiel für eine gute Oberfläche. Es ist
> nicht nur scheußlich, sondern vollkommen überladen.
IMHO taugt Word ueberhaupt nur als schlechtes Beispiel.
>
>>> Aus gutem Grund macht OS X das nicht. Nicht, dass da Apple
>>> hundertprozent konsequent wäre, nein, aber deutlich besser als alles was
>>> ich kenne.
>>
>> Kann MacOS inzwischen mit mehr als einer Maustaste sinnvoll umgehen?
>
> Ja. Ich kenne die Mightymaus nicht aus eigener Erfahrung, aber irgendwie
> sind da fünf Tasten drin, die man alle nicht sieht oder so... Standard
> sind zwei Maustasten und Scrollrad. Mit Shift scrollt man horizontal.
> Analog dazu auf dem Trackpad bedeutet "mit zwei fingern" scrollen. In
> alle Richtungen, auch diagonal.
>
>>> Weil im Joghurt Erdbeeren sind?
>>
>> Weil es *sein* Arbeitsgerät ist und er gerne hätte daß es sich auf
>> *seinen* Stil anpasst? Gibt ja auch Linkshänderscheren.
>
> Linkshänder müssen andere Shortcuts haben?
Belegung der Maustasten ist fuer Linkshaender ueblicherweise vertauscht.
Achja, ich vergass, MacOS.
>>> Fenster aktivieren sich nicht zufällig.
>>
>> Die Einzig Wahre Semantik (tm) ist focus follows mouse, d.h. das Fenter unter
>> dem Mauszeiger hat den Eingabe- und den Mausfocus.
>
> Das sind philosophische Unterschiede. Ich habe es gern, wenn ich die
> Maus aus einem Fenster entfernen kann, wenn ich darin Text lese. Und ich
> möchte gerne weiter scrollen können, ohne dass ich die Maus erst wieder
> zurückbewegen muss.
>
> Was wäre denn der Vorteil von ffm?
Focus durch Umherwerfen des Mauszeigers verlegen, zusammen mit
raise-on-focus landet das Fenster mit Focus automatisch in der Z-Order
ganz oben. Eigemtlich will man aber nicht direkt focus follows mouse,
sondern sloppy focus (focus follows mouse mit Verzoegerung (hier 300
ms)), damit man den Zeiger ueber Fenster drueberwerfen kann ohne sie
gleich zu aktivieren.
>>> Bleib einfach bei DOS.
>>
>> Phew. Nicht beleidigt sein!
>
> Bin ich nicht, jedenfalls nicht hier. Wenn ich kuscheln will, geh ich in
> die Mac-Gruppe ;-)
Hehe.
Man liest sich,
Alex.
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"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison