Juergen P. Meier jors.net> wrote:
>> Mountain-Bike hat eine deutlich geringere Reifenbreite als ein Auto.
>> Entsprechend will man deshalb um zwar kleine aber doch tiefe
>
> Bei Schlagloechern kommt es nicht auf die Breite sondern auf die Dicke
> an.
Die Dicke kann in Abhängigkeit der Breite kaum variieren. Besonders bei
Fahrradreifen ist ein Querschnittsverhältnis != 1 schwer zu realisieren.
> Je groesser der Durchmesser, desto weniger tief sinkt der Reifen
> in das meist mehr oder weniger Rundfoermige Loch ein.
Wenn daraus ein Hochrad mit 50er-Schluppen wird, dann kann der Größen-
Unterschied die Reifendicke vielleicht kompensieren.
> Schlagloecher von weniger als 10 cm Breite und mit mehr als 30cm Laenge
> sind im Strassenverkehr hoechst selten.
Und bei den Anderen muß man durchfahren, egal, was der Hintern dazu sagt,
und egal, ob man die Tiefe vorher richtig einschätzen kann?
> Zudem lassen sich Loecher, die
> so schmal sind, dass ein Autoreifen breiter ist, nun wirklich
> kinderleicht Umfahren.
Einzelne Schlaglöcher ja, falls nicht gerade ein Depp mit zu geringem
Abstand überholt. Bei den üblichen Schlaglochgruppen wird das auch bei
vernünftigen Überholern nicht leicht.
>> Schlaglöcher, Steine, Äste, Glasscherben, Dosen und was sich sonst noch
>
> Steine liegen selten auf Strassen, und wenn dann sind sie nicht nur
> ein Problem fuer Radfahrer. Gleiches gilt fuer Aeste, Glasscherben und
> Dosen.
Steine und Äste, die für ein 20-kg-Fahrzeug ein Problem sind, tangieren
ein 1,5-t-Panzer noch lange nicht, das zudem noch einen zweiten Reifen
auf der Achse hat, der für den Grip sorgt.
>> so auf der real existierenden Straße eigentlich nicht befinden sollte,
>
> Was sie auch bis auf homeophatische Einzelfaelle auch in der Regel
> nicht tun.
Und falls doch, kann man ja den Radfahrer überfahren. Und mit Windböhen
oder sich öffnenden Autotüren oder hervortretenden Kindern oder etc.
braucht man ja ebenfalls nicht zu rechnen.
> Und wer nach einem schweren Sturm nicht damit rechnet,
> dass Aeste auf der Strasse liegen koennten, oder im Bereich einer
> ausgeschilderten Baustelle Steine auf der Strasse liegen koennten, der
> hat gaaaaaanz andere Probleme...
Ja, nämlich seinen Minderwertigkeitskomplex, daß ihm ein Radfahrer ohne
Motor vor seiner Protzkarre herumfährt und daß dieser ihn nicht im
Fahrstreifen überholen läßt.
[...]
> Mit einem guten vollgefederten MTB kann man sogar ueber Baeume fahren,
> die einem nach einem Orkan im Weg liegen koennten (BTDT), waehrend ein
> Rennrad schon durch anfahren eines halb abgesenkten Bordsteins stark
> beschaedigt wird.
Eben schrubst Du noch von "höchst selten", und meinst, damit etwas zu
widerlegen.
> Und gegen Glasscherben helfen entsprechende Maentel mit diesen
> speziellen stichfesten Fasern innen (ich weis grad nicht, wie die
> heissen, aber damit kann man sogar ueber Naegel fahren, ohne Platten).
Dafür fährt man x km/h langsamer, was die Autofahrer x² mal mehr ärgert.
> [Radwege]
>
> Abseits der hirnlosen Idioten, die im Usenet ueber Radwege diskutieren
> (ja, damit meine ich *beide* Seiten), haelt es der intelligente
> Radfahrer so, dass er den Radweg selbst dann nutzt, wenn dieser nicht
> verpflichtend ist, sofern es ihm einen objektiven Vorteil bringt, und
s/objektiven/subjektiven/. Die "Straße" ist ja soo gefährlich ...
> dort wo ein verpflichtender Radweg objektiv Nachteilig ist, faehrt er
> auf der Strasse.
das tut er immer, der Radweg und der Fußweg sind Teil der Straße.
> Damit duerfte ich dann auch schon die breite Mehrheit
> aller Radfahrer beschrieben haben (zumindest wenn ich nach meinen
> Beobachtungen gehe).
Nach meiner Beobachtung lernen die Radfahrer, daß die Fahrbahn gefährlich
ist und halten sich möglichst rechts. Dadurch werden sie knapp überholt und
lernen daraus, daß die Fahrbahn gefährlich ist. Deshalb fahren sie auf
Gehwegen, wo immer sich diese bieten, und lernen daraus, daß sie Fußgänger
auf Rädern sind, also auch mal auf der linken Seite fahren oder sich durchs
Gedränge schieben können, und daß die Verkehrsregeln für sie nur in
Homöopathischen Dosen gilt. An den Fußgängerüberwegen lernen sie, daß sie
bei Rot noch rüberfahren können, schließlich können die Autofahrer selbst
dann noch bei Grün über die Ampel, nachdem sie bei Rot losgefahren und
herübergekrochen sind.
> Aber mit solch einer vernuenftigen Einstellung kann man sich
> unmoeglich nach drfm wagen. Nur Fanatiker fahren aus Prinzip immer
> bzw. nie auf einem Radweg. (Meist sind es erstere, die dann in
> unuebersichtlichen Einmuendugen uebersehen und angefahren werden oder
> von Passanten oder parkenden Autos behindert werden, und letztere,
> die von LKW zerquetscht werden, weil sie voellig Ueberraschenderweise
> auf der Strasse statt auf dem gut ausgebauten Radweg fuhren, womit der
> LKW-Fahrer garnicht rechnen konnte.)
Auch LKW-Fahrer sehen Radfahrer auf der Fahrbahn eher, als auf dem Radweg.
In drf hat sich mal einer bitterlich beklagt, daß er, nachdem er schon halb
eingelenkt hat, in seinen Spiegeln den Radweg nicht mehr sieht und auf gut
Glück losfahren muß ...
Auf der Fahrbahn sind übrigens LKW-Fahrer das geringere Problem, die können
meistens vernünftig fahren und versuchen z.B. nicht, an Stellen zu überholen,
wo sie im Zweifelsfall den Radfahrer abdrängen müßten, "um einen Unfall zu
verhindern".