Re: Untersch?tzte Gefahren im Alltag
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Re: Untersch?tzte Gefahren im Alltag         

Group: de.alt.sysadmin.recovery · Group Profile
Author: Ulrich Eckhardt
Date: Aug 30, 2008 07:57

Erhard Schwenk wrote:
> Daß Radfahrer Straßen, die primär für den Kraftverkehr konzipiert sind,
> überhaupt benutzen dürfen, ist schon ein ziemliches Zugeständnis, für
> das sie eigentlich dankbar sein müßten.

Was sind wir euer Gnaden doch so dankbar, das man als Radfahrer doch
noch huldvoll auf der _öffentlichen_ Straße geduldet wird. Sag mal,
merkst du überhaupt noch irgendwas oder hast du dir beim erfolglosen
Versuch als Kind auf dem Dreirad zu fahren den Verstand auf dem Gehirn
gerannt?
> Und wenn man mit Sicherheit argumentiert, kann ich nur wiederholen: dann
> müßten Fahrräder eine bauartbedingte Vmax von maximal 25 km/h,

Eigentlich müsste auf der Autobahn maximal 130km/h und auf der
Landstraße 70km/h ...
> Integralhelmpflicht, Kennzeichenpflicht, Versicherungspflicht,
> Führerscheinpflicht, Rückspiegel und TÜV verordnet kriegen, wie das für
> jedes Mofa gilt. Eigentlich eher 15 km/h, denn Mofas sind deutlich
> robuster gebaut und daher weniger anfällig gegen spontane Deformation.

Sag mal, wann hast du denn das letzte mal auf irgendwas gesessen was
weniger als 4 Räder hat. Auf einem Zwei-Rad (egal ob Rad/Mofa/Motorrad)
ist es bei einem Unfall so ziemliche egal wie sich das Ding verformt,
die haben nämlich _keine_ Knautschzone.
> Praktisch muß man abe nicht so weit gehen, es fehlt nur an der

Praktisch würde ich dir mal Vorschlagen mal ein paar Stunden mit dem Rad
durch Stadt und Land zu bewegen, damit du ein Gefühl für die
spezifischen Probleme des Radfahrens bekommst. Seltsamerweise habe ich
als Autofahrer relativ wenig Probleme mit Radfahrern, da ich die
Probleme kenne und ich deswegen in 90%% aller Fälle schon vorher sehe,
das da jemand mit dem Rad irgend einen Schlenker fahren wird. Ich habe
da weitaus öfter Probleme mit dem motorisierten Verkehr, obgleich es
hier Kennzeichenpflicht, Versicherungspflicht, Führerscheinpflicht und
Rückspiegel gibt.
> Durchsetzung der vorhandenen Regeln und vielleicht ein paar
> Strafverschärfungen. Beispielsweise konsequent 40 Stunden gemeinnütziger
> Arbeit im Altenheim für die, die ihr Rad durch Fußgängerzonen nicht
> schieben sondern fahren und dabei Fußgänger belästigen. Oder 40 Stunden
> Kotflügel ausbeulen für die, die sich rechts an der Ampelkolonne
> vorbeidrücken - die sollen sich gefälligst wie die Autos und alle
> anderen Verkehrsteilnehmer auch hinten anstellen und warten, bis sie
> dran sind.

Deppen gibt es überall und ich hätte auch nichts dagegen einzuwenden,
wenn mehr Kontrollen durchgeführt würden. Es gibt nicht _den Radfahrer_.
Die Gruppe der Radfahrer setzt sich aus Kindern, aus Leuten die aus
gutem Grund keinen Führerschein mehr haben, aus Leuten, die noch nie
einen Führerschein hatten, aus Leuten die schnell zur Arbeit wollen, aus
Leuten die langsam die Landschaft und die gute Luft geniessen wollen etc
zusammen. Alles diese Leute bezahlen genau wie du Steuern, und aus
diesen Steuern werden die Verkehrswege bezahlt. Und entsprechend haben
alle diese Leute haben das Recht diese Verkehrswege zu benutzen.

Erhard, genau wegen Leuten wie dir, die meinen die Straße für sich
gepachtet zu haben, bin ich für ein Tempolimit auf der Autobahn.
Und wenn ich dein geseiere so lese kann ich mittlerweile auch Dietz mit
seiner Kamera im Auto verstehen.

Benzin ist doch einfach noch zu billig.

Uli
--
Ulrich Eckhardt http://www.uli-eckhardt.de

Ein Blitzableiter auf dem Kirchturm ist das denkbar stärkste
Misstrauensvotum gegen den lieben Gott. (Karl Krauss)
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