* Volker Birk dingens.org>:
> Martina Diel wrote:
>> Tja, einen Job, wo es niemals erforderlich ist, anderen Menschen seine
>> Position zu verdeutlichen, den wird es wohl nicht geben. So sorry.
> Genau. Und deshalb sollte man auch genau das tun, nämlich seine Position
> verdeutlichen.
Und das gelingt wie?
> Und nicht versuchen, komplexe technische Zusammenhänge
> durch Dumpfbacken-Autovergleiche zu verklären.
Durch Vergleiche, intelligente und treffend natürlich. Ein intelligenter
Techie wird die doch finden, oder?
Dass Analogien wichtig sind, könntest du, hättest du dich nicht so
verrannt, bereits daran erkennen, wie häufig sie verwendet werden und
sich eingebürgert haben, siehe mein Posting von vor einigen Tagen:
|Ein Vergleich, eine Analogie, eine Metapher, ein Bild sollen doch
|gerade *nicht* alle Facetten von etwas beschreiben, sondern einen
|Aspekt oder das grobe Konzept. Bei einem 'handshake' sind auch nicht
|zwei Menschen beteiligt, noch nicht mal zwei Hände, und geschüttelt wird
|auch nichts. Ist der Begriff also nicth mehr zu verwenden, oder doch
|vielleicht einfach nur sehr anschaulich? Bei einem 'desktop' ist auch
|kein Schreibtisch vorhanden. Ein 'sniffer' hat keine Nase und es gibt
|dort auch nichts, was stinkt. Ein 'spider' hat keine acht Beine und
|lebt nicht in Zimmerecken. 'bread crumbs' haben nie einen Ofen gesehen.
Von "man in the middle", "firewall" etc. haben wir noch gar nicht
geredet, ein Service hat keine Ohren und doch spricht man von
"listening".
>> Nur dass der Manager nach oben und außen hin für diese Entscheidung
>> geradezustehen hat und nicht der Techie.
>> D.h. wenn das Ding den Bach runter geht, kann er nicht zu seinem
>> Vorstand gehen und sagen "Ich bin nicht schuld, der Techie hat gesagt,
>> es wäre die richtige Entscheidung", und wenn er es doch versucht, dann
>> wird ihm der Vorstand erklären, dass er dafür sein Management hat.
> Du scheinst irgendwie ganz andere Firmen zu kennen als ich. In den
> Firmen, die ich kenne, sichert der Manager sich ab, indem er sich das
> schriftlich geben lässt, dass das eine gute Idee sein soll, und dann
> sagt er "ich hab das nicht besser wissen können!"
Such dir was Besseres, das ist nicht schwer.
> Gerne beauftragt er deshalb teure Berater, weil die ja schon weil sie so
> teuer sind was wissen müssen, das kann ja sonst nicht sein, dass die
> soviel kosten.
Nun, dann sind ja immerhin nicht die Techies schuld, sondern jemand
Externes, und dazu noch eher zur Fraktion "Schlipsträger" gehörige.
Wolltest du nicht was ganz anderes beweisen?
> Zuletzt: "No one is fired for buying IBM^WSAP!"
Allgemein-menschliches Phänomen in Organisationen, die auf dem Konzept
"cover your ass" funktionieren.
>>> Ein paar Pille einschmeißen, bis die Welt schön bunt ist, und dann
>>> entscheiden?
>> Sehr hilfreich, wirklich.
> Stimmt, so geht's wirklich nicht.
> Entscheiden wir lieber wieder nach "Gefühl" ;-)
Der homo oeconomicus existiert nicht. Oder mit anderen Worten: davon ist
niemand frei.
--
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Spreeblick-Blog: Podcast zu meinem Interview mit Radio "Fritz"
http://tinyurl.com/62dbws