Re: AU WEIA: "?berleben als Techie"
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Re: AU WEIA: "?berleben als Techie"         

Group: de.alt.sysadmin.recovery · Group Profile
Author: Martina Diel
Date: Sep 16, 2008 13:56

* Bodo Eggert :
> Martina Diel wrote:
>> * Lukas Barth :
>>> Martina Diel wrote:
>>>> Offenbar sind die Erklärungen des Techies nicht überzeugend genug.
>>>> Vielleicht am Ende deshalb, weil er keine Bilder verwendet, weil
>>>> er ganz allgemein den Entscheider nicht da abholt, wo er steht?
>
>>> Der Entscheider kassiert also $BIGNUM Euro dafür, dass er sich
>>> keinen Millimeter bewegen muss, sondern "da abholen lässt wo er
>>> steht"?
>
>> Er kassiert das Geld nicht dafür, sondern u.a. dafür, dass er
>> Entscheidungen unter Unsicherheit fällt und für sie geradesteht,
>
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Ist das schon mal passiert?

Selbstverständlich.
>> Ich glaube nicht, dass du schon beurteilen kannst, was die
>> Anforderungen an einen Manager-Job sind. Und um die Sinnhaftigkeit
>> einer Expertenmeinung inhaltlich bewerten zu können, bedarf es schon
>> mehr als einer "gewissen eigenen Denkleistung". Dieser tiefergehende
>> Einarbeitung ist aber nicht möglich, wenn die Aufgabe in Führung,
>> Organisation, Planung - kurz Management - besteht.
>
> Aber vom Techie wird eine Beherrschung der
> Powerpoint-Präsentationskünste selbstverständlich vorausgesetzt,

Nicht zwingend mit Powerpoint, aber erklären können sollte er schon auf
Manager-Level.
> obwohl seine Aufgabe und seine Kompetenz in der Betreuung der IT
> besteht.

Tja, einen Job, wo es niemals erforderlich ist, anderen Menschen seine
Position zu verdeutlichen, den wird es wohl nicht geben. So sorry.
> Wie gesagt, der Manager ist derjenige, der mit Menschen ungehen kann,
> also kann er die Erfordernisse an die IT in einem Satz
> zusammenfassen,

Ja, das sollte er können, nicht unbedingt in einem Satz, aber ja, in
aller Kürze zusammenfassen sollte er das können, bzw. Leute haben, die
sich auf die Aufnahme von Anforderugnen spezialisiert haben.
> so daß der Techie die dafür richtige Entscheidung treffen kann.

Nur dass der Manager nach oben und außen hin für diese Entscheidung
geradezustehen hat und nicht der Techie.
D.h. wenn das Ding den Bach runter geht, kann er nicht zu seinem
Vorstand gehen und sagen "Ich bin nicht schuld, der Techie hat gesagt,
es wäre die richtige Entscheidung", und wenn er es doch versucht, dann
wird ihm der Vorstand erklären, dass er dafür sein Management hat.

Davon abgesehen hat der Manager üblicherweise einen Überblick über
unternehmensweite Entwicklungen und Kriterien, die auch eine technische
Entscheidung beeinflussen können (Wirtschaftliche Faktoren z.B.) - der
Techie hat diesen Überblick aber höchstens über die IT und kann daher
nur diese Kriterien bewerten, was auch wieder eine Entscheidung durch
den Manager erforderlich macht.
>>> und wenn diese nur aus "Der Techie hat das hier alles aufgebaut,
>>> der kennt sich aus, ich selbst habe keine Ahnung, also sollte ich
>>> seinen Vorschlag besser annehmen" besteht.
>
>> Generell keine schlechte Idee. Doch wo ist das der Unterschied zu
>> blindem Glauben, der erlaubt, dass auhc sinnlose Gehirnfürze
>> technikverliebter Träumer umgesetzt werden? (Oder sind Techies per
>> definitionem bessere Menschen?) Und was soll der Manager tun, wenn
>> 2 Techies verschiedene Vorschläge machen und natürlich beide
>> behaupten, sie kennten sich aus?
>
> Ein paar Pille einschmeißen, bis die Welt schön bunt ist, und dann
> entscheiden?

Sehr hilfreich, wirklich.

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