Martina Diel:
> Das glaube ich gerne. BLoss: das gibt ihm auch nicht mehr Ahnung von
> technischen Fragen. Und da es "sein" Laden ist, sein Herzblut, kann er
> oft noch weniger delegieren als andere, hängt sich wirklich in *alles*
> rein, statt seine Leute entscheiden zu lassen in ihrem Aufgabengebiet,
> oder auf ihre Einschätzungen zu vertrauen.
Gelt, Martina ? Also das war jetzt Deine praemissa maior, mal gucken
wie es weitergeht. Ich übersetze auch Stück für Stück, wenn Du nix
dagegen hast.
> Ich erinnere mich noch an den GF eines Ex-AG, der auf der
> Mitarbeiterversammlung nach einem wirklich extrem guten Jahr mit massig
> Umsatz und extrem hohem Deckungsbeitrag, der durch die Leistung aller
"Normalerweise sitzen wir ja herum auf unserem fetten Arsch, schwatzen
und chatten mit Kollegen und Kolleginnen, machen unsere Privatarbeiten
und verschicken zur Tarnung ab und zu ein Exelchen".
> Mitarbeiter überhaupt erst möglich wurde, weil wir alle geschuftet haben
> wie die Irren und akquiriert ohne Ende, Projekte ins Ziel gebracht...
"Naja, *dieses eine Mal* haben wir's 'mal mit Arbeit versucht, soll
nicht wieder vorkommen, versprochen !"
> ja, am Ende dieses Jahres erklärte dieser GF eines Unternehmens von
> damals 250 oder 300 Mitarbeitern, dass ihm aufgefallen wäre, dass öfter
> die Saftflaschen abends nicht in den Kühlschrank geräumt würden - und
> wenn das nicht besser würde, dann müsse er das Freigetränkeangebot aber
> *ganz* massiv einschränken. Ja, der lief abends durch die Räume und
> machte Kontrolle.
Ja, Martina - und zurecht !
Du kapierst doch noch nicht einmal die kleinen Dinge im Leben:
Es ging nicht um die lausigen Saftflaschen an sich, aber wenn Du die
Dinger auf dem Schreibtisch, auf der Fensterbank, auf dem Klo oder
im "Confi" stehenläßt, muß die Putzfrau, die jeden Tag und jedes Jahr
für ihr Geld verdammt hart arbeiten muß, die klebrige Scheiße weg-
bringen. Würdest Du deine Brocken aufräumen, wäre die Putzfrau
dreimal so schnell durch. Du behinderst also Menschen, die sich mit
ehrlicher Arbeit ernähren, paradoxerweise dadurch, daß Du ein groß-
zügiges Freigetränkeangebot mißbrauchst.
Wenn Du darauf hingewiesen wirst, reagierst Du entrüstet mit dem
Hinweis, "ich habe ja auch ein ganzes Jahr gearbeitet".
Aber Du bist in bester Gesellschaft, keine Sorge.
Wenn ich mir z.B. Toiletten oder Bahnabteile in der 1. Klasse ansehe,
nachdem diese kurzzeitig von Schlipsis benutzt wurden, dann wird die
kranke Geisteshaltung des affektierten Schlipsies offenbar:
Ihr denkt, ihr wärt "etwas Besseres" und die werktätige Bevölkerung
wäre vor allem dazu da, um Euch den Arsch nachzutragen. Bedauerlicher-
weise findet diese Geisteshaltung in unserer Gesellschaft auf allen
Ebenen breiteste Unterstützung.
Und das muß anders werden, denn der Schlips stinkt vom Kopf her.
Gruß Hans