* Dietz Proepper :
> Martina Diel wrote:
>>> Ein guter Techie ist selten
>>> ein guter Vermarkter. Und die meisten Techies sehen es auch nicht als
>>> ihre Aufgabe, die Wahrheit zu "verkaufen".
>>
>> Die Wahrheit schon mal sowieso nicht.
>
> Du wirst lachen - bei technischen Fragen gibt es diese häufig.
Das sehe ich anders - aber das werde ich hier gewiss nicht mit dir
diskutieren.
>> Davon abgesehen darf sich dann
>> aber auch jemand, der es nicht für nötig hält, seine Sichtweise und den
>> Nutzen der von ihm favorisierten Lösung anderen begreiflich zu machen[1],
>
> Das tut weh. "Verkaufen" muß man Dinge, die man nicht seriös erklären kann.
"Verkaufen" ist "seriös und zielgruppengerecht erklären".
> In vernünftigen Läden gibt es hierzu Spezialisten. Und man bürdet dem
> Techie nicht den Job auf.
Und woher hat der Spezialist sein Wissen?
>> sich nicht wundern, wenn er mit seiner Argumentation nicht durchdringt.
>
> Wie soll er das denn gegenüber einer Person ohne die nötigen Grundlagen
> leisten?
Durch geeignete Analogien, die das Prinzip rüberbringen, ohne im Detail
genau zu sein, z.B.
> Er kann sich in mehr oder minder abstrusen Analogien ergehen, das
> ist aber letzten Endes schon wieder fast das sich in die eigene Tasche
> Lügen.
Auch das sehe ich anders.
>>> Die hoffen (häufig vergeblich) daß
>>> die Gegenseite die Größe hat, ein "so wird das nichts werden" nicht als
>>> persönliche Anmache aufzufassen.
>>
>> Kommt drauf an, wie das "so wird das nix" vorgetragen wird. Den Tonfall
>> einiger kannst du ja hier nachlesen ;-)
>
> Och Martina, Du beherzigst stellenweise Deine eigenen Ratschläge ebenfalls
> nicht.
Ich möchte auch nicht, dass du einen Vorschlag von mir umsetzt, ich
möchte dir nix verkaufen.
>> Die Technik ist doch nicht als Selbstzweck da, sondern sie soll einem
>> Geschäftszweck dienen
>
> Genau. Der Job des Nicht-Techies ist es nun, den Geschäftszweck zu
> beschreiben. Und eben gerade *nicht*, die Art der Implementierung
> vorzugeben.
Richtig. Leider passiert es oft genug, dass das Geschäft um die Technik
herumgebaut wird, weil selbstverliebte Geeks gar nicht einsehen, dass
etwas anderes als die technisch eleganteste Lösung auch ihre
Daseinsberechtigung haben kann, wenn sie den Nutzen bringt, den sie
bringen soll.
>> - wenn sie das nicht tut, können über kurz oder
>> lang alle nachhause gehen. Daher kann man den kaufmännishcen Aspekt
>> nicht außer Acht lassen.
>
> Das möchte auch niemand. Nur, und das möchten die Herren Nicht-Techies
> häufig nicht hören, es gibt in der realen Welt Dinge, die einfach nicht
> gehen. Period. (Bzw. nur mit großen Folgekosten, ungewünschten
> juristischen Konsequenzen, mangelnder Verlässlichkeit uvm. realisierbar
> sind.) Frag' den Marc mal dazu ;-).
Brauche ich nicht, ich höre das täglich von ihm. ;-)
> Dann kommt hinzu, daß Schlipse eben häufig ERFOLGE sehen wollen.
Um Gottes Willen, wie können sie nur!
> Und wenn man da dann an dem tollen Konzept herummäkelt dann ist man
> ruck-zuck der BREMSER.
Warum werden dann die Konzepte der anderen umgesetzt? Und warum
überlassen die Guten den Beredten so leicht das Feld?
>>> Aber, werde doch mal konkret und schildere eine reale Situation, damit
>>> diskutiert sich einfacher.
>>
>> Eine reale Situation, in der *was* zur Debatte steht?
>
> "Was aber z.B. für das Geschäft wichtig ist, kann $Techie nicht beurteilen
> und erkennt nur den technischen Aspekt als relevant an." Davon sprachen
> wir iirc gerade, oder?
Was weiß ich... mal ganz holzschnittartig-klischeehaft:
Kunde möchte, dass seine Mitarbeiter ne GUI auf ihren Clients
haben. Techie findet, dass das Unfug ist und nicht nötig, GUIs sind was
für Weicheier, und für Textverarbeitung kann man gefälligst Tex
verwenden.
Lösung 1: Techie vertritt das, Kunde winkt ab und lässt den Windowser
kommen, der mit bunten Bildchen etc. "überzeugt".
Techie schmollt. Kunde quält sich weiter mit Windows, obwohl
das gar nicht nötig täte.
Lösung 2: Techie überlegt sich, wie er seine eigenen Vorstellungen mit
denen des Kunden übereinbringen kann und schlägt ein Szenario vor, in
dem unten drunter ein geeignetes Linux läuft und obendrüber eine
passende GUI mit OpenOffice.
--
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Spreeblick-Blog: Podcast zu meinem Interview mit Radio "Fritz"
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