Re: AU WEIA: "?berleben als Techie"
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Re: AU WEIA: "?berleben als Techie"         

Group: de.alt.sysadmin.recovery · Group Profile
Author: Dietz Proepper
Date: Aug 31, 2008 09:26

Martina Diel wrote:
> * Dietz Proepper :
>
>> Martina Diel wrote:
>>
>>> * Nikolaus Bernhardt gmail.com>:
>>>> Ist $Techie kompetent genug, um $Schlips um Abschreibungsmodelle
>>>> vorzugeben? Natürlich nicht. Aber $Schlips hat dann auf $Golfplatz
>>>> irgendwelche Sachen aufgeschnappt, die $Techie dann umsetzen soll.
>>>
>>> Nun, dann wäre die Herausforderung die, $Schlips zu erklären, was
>>> daran keine gute Idee ist, ohne dass er den Eindruck bekommt, er wird
>>> einfach abgebügelt und seine Wünsche nicht ernst genommen.
>>
>> Das Problem hierbei in der Praxis ist daß richtige Schlipse garnicht
>> zuhören *wollen*.
>
> Vielleicht liegt hier auch das Problem darin, dass ein Schlips ja per
> definitionem nicht zuhört - es wäre wohl besser gewesen, von Anfang an
> von "Nicht-Techie", "Manager" oder so etwas zu sprechen.

Tja. Ein typischer Fall von Unwissenheit auf Nicht-Techie-Seite. Der Techie
legt zwar dann ausführlich dar, was einen Schlips von einem Nicht-Techie
unterscheidet - das kommt aber nicht an.
> [Millionenfach gedroschene Klischees gesnippt]

Die Realität ist leider häufig unschön.
> Ja, genau. Und jeder, der weiß, was ne Bash ist und perl kann,
> wäscht sich nicht, hat nen Bart bis zum Bauchnabel und fettige Haare,
> trägtkennt nur schwarze Shirts mit mittelmässig witzigen Sprüchen und
> hat noch nie Frau IRL gesehen.

Das ist einer der Unterschiede zwischen einem Nerd und einem Geek.
> Das ist doch langweilig.

Es ist eher nervig, bestimmte Vorurteile immer und immer wieder bestätigt
zu bekommen.
>>> Ja, das geht durchaus. Gelingt es jemandem nie, würde ich die Probleme
>>> nicht immer nur bei $Schlips suchen.
>>
>> Martina, das hatten wir doch schon mehrmals.
>
> Klar. Erzähl das denen, die diese Diskussion angefangen haben.

Mit Blondchen reden? Dich graust wohl vor garnix.
>> Ein guter Techie ist selten
>> ein guter Vermarkter. Und die meisten Techies sehen es auch nicht als
>> ihre Aufgabe, die Wahrheit zu "verkaufen".
>
> Die Wahrheit schon mal sowieso nicht.

Du wirst lachen - bei technischen Fragen gibt es diese häufig.
> Davon abgesehen darf sich dann
> aber auch jemand, der es nicht für nötig hält, seine Sichtweise und den
> Nutzen der von ihm favorisierten Lösung anderen begreiflich zu machen[1],

Das tut weh. "Verkaufen" muß man Dinge, die man nicht seriös erklären kann.
In vernünftigen Läden gibt es hierzu Spezialisten. Und man bürdet dem
Techie nicht den Job auf.
> sich nicht wundern, wenn er mit seiner Argumentation nicht durchdringt.

Wie soll er das denn gegenüber einer Person ohne die nötigen Grundlagen
leisten? Er kann sich in mehr oder minder abstrusen Analogien ergehen, das
ist aber letzten Endes schon wieder fast das sich in die eigene Tasche
Lügen.
>> Die hoffen (häufig vergeblich) daß
>> die Gegenseite die Größe hat, ein "so wird das nichts werden" nicht als
>> persönliche Anmache aufzufassen.
>
> Kommt drauf an, wie das "so wird das nix" vorgetragen wird. Den Tonfall
> einiger kannst du ja hier nachlesen ;-)

Och Martina, Du beherzigst stellenweise Deine eigenen Ratschläge ebenfalls
nicht.
>>> Was aber z.B. für das Geschäft wichtig ist, kann $Techie nicht
>>> beurteilen und erkennt nur den technischen Aspekt als relevant an.
>>
>> Wenn es um eine technische Problemstellung geht dann ist die Einstellung
>> nicht unbedingt die falscheste.
>
> Die Technik ist doch nicht als Selbstzweck da, sondern sie soll einem
> Geschäftszweck dienen

Genau. Der Job des Nicht-Techies ist es nun, den Geschäftszweck zu
beschreiben. Und eben gerade *nicht*, die Art der Implementierung
vorzugeben.
> - wenn sie das nicht tut, können über kurz oder
> lang alle nachhause gehen. Daher kann man den kaufmännishcen Aspekt
> nicht außer Acht lassen.

Das möchte auch niemand. Nur, und das möchten die Herren Nicht-Techies
häufig nicht hören, es gibt in der realen Welt Dinge, die einfach nicht
gehen. Period. (Bzw. nur mit großen Folgekosten, ungewünschten
juristischen Konsequenzen, mangelnder Verlässlichkeit uvm. realisierbar
sind.) Frag' den Marc mal dazu ;-).

Dann kommt hinzu, daß Schlipse eben häufig ERFOLGE sehen wollen. Und wenn
man da dann an dem tollen Konzept herummäkelt dann ist man ruck-zuck der
BREMSER.
>> Aber, werde doch mal konkret und schildere eine reale Situation, damit
>> diskutiert sich einfacher.
>
> Eine reale Situation, in der *was* zur Debatte steht?

"Was aber z.B. für das Geschäft wichtig ist, kann $Techie nicht beurteilen
und erkennt nur den technischen Aspekt als relevant an." Davon sprachen
wir iirc gerade, oder?
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