AU WEIA: "Überleben als Techie"
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AU WEIA: "Überleben als Techie"         

Group: de.alt.sysadmin.recovery · Group Profile
Author: Hans Bonfigt
Date: Aug 29, 2008 08:09

Da liegt man nichtsahnend im Bett und erholt sich von Fährnissen des gefährlichen
Berufsalltags und was schwemmt an aus den inhaltlichen Tiefen des Internet:

"Überleben als Techie"

Und wer schreibt das ?
Natürlich kein Techniker, das ist schon klar. Schlimmer: Hier schreibt der
natürliche Feind des Technikers, mit anderen Worten der natürliche Feind eines
jeden rechtschaffenden Menschen: Der Schlips. Und dann auch noch ein weibli-
cher.

Mal sehen, was so dabei herauskommt:

| Was ist überhaupt ein Geek, ein Nerd, ein Techie?
| [ .. ]
| Ein typischer Geek liebt vor allem Technik um ihrer selbst willen und hat zu den
| Aspekten, die ihn interessieren, ein sehr tiefgehendes Wissen angesammelt und
| erweitert es ständig.

Bullshit, Frau Schlips.
"GEEK" ist ein Akronym für "Glechgeschalteter, eingebildeter, einseitiger Klein-
geist". Das "Wissen", was er ansammelt, hat er meistens vom Obergeeks wie
http://kris.koehntopp.de , der ihm genau sagt, "was man will" oder "was man nicht
will". Dieses "Wissen" wird mit unangenehmer Penetranz, egal ob gefragt oder un-
gefragt, an den unmöglichsten Orten zu den unmöglichten Zeiten missionarisch ver-
breitet.
Technik interessiert ihn grad' gar nicht, ein richtiger Geek kennt nicht einmal
den Unterschied zwischen einem parallelen Druckerkabel und einer V.24 - Verbindung.
Nicht einmal einen Nagel bekommt er in die Wand gehauen: Er schlägt beim Obergeek
nach, "welchen Akkubohrer man will", kauft diesen (natürlich ist es bunter, bil-
liger Tand aus China), spannt den Nagel ins Futter ein, verbindet die Chinapest
mit dem SuSEgefuelten Notebook, wundert sich, warun es nicht klappt und entblö-
det sich nicht, auf zwei DIN A4 - Seiten darüber zu "bloggen": Erst im Formulie-
ren seines eigenen Unvermögens ist er ganz große Klasse.
Naja, bedingt: Die katastrophale Rechtschreibung und die gramatikalischen Fehler
sind das Pendant zu seiner Auffassung von Körperhygiene.

| Die Welt da draußen ist gar nicht so feindlich. Im Großen und Ganzen werden Sie das
| vorfinden, was Sie erwarten – gehen Sie also davon aus, dass hinter jedem Schreibtisch ein
| potenzieller Freund sitzt. Das ist genauso wahr oder unwahr wie die Aussage, dass es sich
| um einen potenziellen Feind handelt, aber um ein Vielfaches hilfreicher.

AUA.
Was ist denn das für eine alberne, gar nicht existente Alternative, FREUND oder
FEIND ?

Jeder Mensch mit einer minimalen Lebenserfahrung geht davon aus, daß hinter jedem
Schreibtisch in einer Firma ein potentieller Freund, Partner, Mentor, Gegner,
Feind, Kritiker, Helfer etc. pp. sitzt.
Und jeder Mensch mit einem Funken Selbstachtung im Leib weiß: Ein Schlipsi kann
niemals de Feind eines Technikers sein, denn auch Feindschaft muß man sich verdie-
nen.

| Warum sollte ich mich Leuten gegenüber freundlich verhalten,
| die das absolut nicht verdient haben?
|
| Ganz einfach: Weil Sie selbst es sich verdient haben. Sie tun sich damit selbst
| einen Gefallen,

Ganz bestimmt nicht, Frau Schlips. Das kostet nämlich viel Kraft und am Abend
fühlt man sich schlecht und muß sich mit Drogen oder O'Reilly bedröhnen.

| wenn Sie ein bestimmtes Maß an Freundlichkeit auch dann nicht verlieren,

klappt eh' nicht: So wird Freundlichkeit zur sog. "Scheiß-Freundlichkeit", so
wird das Wesen der Freundlichkeit pervertiert.

| wenn andere nichts lieber sähen, als dass Sie sich durch Unhöflichkeit angreifbar
| machen.

VIEL FEIND, VIEL EHR'.

| Denn Professionalität heißt, auch dann freundlich zu sein, wenn einem nicht
| danach zumute ist

Für eine Hure vielleicht.

Was soll überhaupt das dümmliche Geseiere von "Professionalität" ?
Ein Techniker wird i.d.R. als Techniker beschäftigt und als VB, Empfangsdame
oder Eintänzer. Professionalität kann ein Arbeitgeber, der noch ein paar
Tassen mehr im Schrank hat als die Autorin, nur verlangen in Bezug auf die
Tätigkeiten, für die ein Mitarbeiter eingestellt wurde.

Jetzt wird's richtig eklig, Eimer bereithalten

| Betrachten Sie Gefälligkeiten als Konten, auf die Sie einzahlen, was Sie übrig
| haben, und von dem Sie abheben, wenn es einmal knapp ist.

Au Mann. Der Schlips saldiert sogar Gefälligkeiten. "Es gibt nichts auf dieser
Welt, was man nicht in einem Excel-Sheet ausdrücken könnte", so das Credo eines
eines *richtigen* Schlipses.

Nur schade, daß das mit dem Leben eines *Menschen* grad' gar nix zu tun hat.

Denn 1. engagiert sich ein Mensch im Sinne höherer Kultur, mit Verlaub gesagt,
entweder richtig oder gar nicht, keinesfalls aber "soviel wie er übrig hat",
vor allem aber rechnet er 2. ganz sicher nicht auf.

Ein Mensch hilft, weil er fühlt oder erschlossen hat, daß er helfen müsse.

Ansonsten ist das keine Hilfe, sondern eine besonders raffinierte Art des
Kreditbetrugs.

Liebe Autorin,
warum schreibst Du nicht einfach von Dingen, von denen Du offenkundig etwas
verstehst - beispielsweise von der völlig degenerierten Denkweise der nie-
dersten aller Lebensformen, der des Schlipsträgers ?

Beispielsweise,
> wie er auch aus einer kleinen Gefälligkeit Kapital schlagen will.
> wie er Freundlichkeit zur Heuchelei pervertiert
> wie er sich "den Rücken freihält", um "nicht angreifbar" zu werden
> "Style and Smile", ein Exkurs in seine erstaunlich banale Wetewelt

etc., pp..

*DAS* würden wir lesen und sogar kaufen, versprochen.

Aber ein Machwerk wie das obige, zudem auch noch langweilig und tantenhaft
geschrieben: Kein Interesse.

Schon gar nicht mit einem Fahrradfahrer auf dem Titel, zu allem Überfluß
auch noch mit einem Helm(!) auf dem Dummschädel:
"Oben ducken, unten treten"

Nee, da bleib' ich lieber das Arschloch, das ich bin.
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