Sven Konietzko schrieb am 29.08.2008 11:02:
> Mark Busch schrieb:
>> Sven Konietzko schrieb am 28.08.2008 18:24:
>
>>> Mark Busch schrieb:
>>>> Sven Konietzko schrieb am 18.08.2008 09:43:
>>>> [...]
>>>>>>> Die Zahl derer die ihr Bewusstsein bereits nach Second Life
>>>>>>> transferiert haben ist gigantisch angestiegen.
>>>>>> Wie transferriert man sein Bewusstsein in SL?
>>>>> Das geht nicht bewusst. Dieser Prozess ist latent schleichend. Hält
>>>>> sich eine Person mehr als 1/3 ihres Tages in SL auf, wird SL zum First
>>>>> Life und das Bewusstsein wird durch einen bisher noch unbekannten
>>>>> Prozess in SL gespiegelt.
>>>> Ach so meinst Du das.
>>>> Es soll Leute gegeben haben, die sich in/an Doom den Verstand
>>>> weggeballert haben.
>>> Ja, auch mir kamen solche Dinge zu Ohren. Ich erinnere mich noch genau
>>> an die Geschichte mit dem Ehepaar in Ultima Online. Beide spielten
>>> dieses Game, die Frau tötete als Hohe Lichtpriesterin virtuell ihren
>>> Mann, welcher einen Schattenkrieger gespielt hat. Der Ehemann
>>> zerstückelte darauf hin seine Frau weniger virtuell im heimischen
>>> Schlafzimmer.
>
>> Im RL ist die Grafik besser.
>
> Das ist eine schichte Lüge. In Futurama hat Philip J. Frey sich einen TV
> gekauft, der realer als die Realität das Bild wiedergibt. Oder willst Du
> sagen, dass das Fernsehen lügt. :-D
Nein, aber genügend Medien bzw. deren Quellen u.ä..
>> Stand das in der Zeitung?
>
> Das ist vor vielen Jahren in der UO-Szene mal durchs Netz gegangen.
> (Sven früher Ultima Online auf Freeshards gespielt hat)
Das klingt eher nach einer /Urban Legend/. Hast Du noch irgendwelche
Details die ich mit Google füttern könnte?
>>>>> Der Körper im ehemaligen FL bleibt als leere
>>>>> Roboterhülle zurück.
>>>> Du übertreibst. :)
>>> Solche Fälle gibt es, Kinder die jetzt schon mehr als 3 Stunden am Tag
>>> iG (in Game) sind haben Probleme mit dem RL (Reallife) und reden nur
>>> noch in Abkürzungen (PvP, PvM, KbS, MT, iG etc. etc.). Sie sind nicht
>>> mehr lebensfähig im RL.
>>>
>>> Hier der Beweis eines Users von MMPORPGs (ein Radiomitschnitt):
>>>
http://de.youtube.com/watch?v=Hvz0cNoUlaY
>>>
http://de.youtube.com/watch?v=1V7H2627-6Q
>
>> Du bist dir bewusst das das eher Satire ist?
>
> Das ganze Leben ist Satire, Ernst ist tot.
> Als Ernst "Teddy" Thälmann von den Nazis in Buchenwald ermordert wurde,
> war es vorbei mit dem Ernst.
Zumindest Deinen Humor hast du nicht verloren.
>>>>> Diese Leute gehen dann meistens noch ihrer Arbeit
>>>>> nach und zahlen ihren DSL-Asl, aber sie leben in SL.
>>>> IIRC rissen viele Firmen in SL ihre Zelte ab.
>>>> Schlechte Publicity hat den Rest erledigt.
>>> Ist SL etwas anderes als WoW, UO oder irgendwelche MUDs?
>
>> Ich wüsste nicht das man in WoW etc. einen riesigen Calmund besiegen
>> muß, oder adidas-Turnschuhe für Magier kaufen kann.
>
>>> Virtuelle Vernetzung verschiedener User! Oder?
>
>> Den paar Millionen stehen Milliarden unvernetzte Menschen gegenüber.
>
> Vielleicht sind die Millionen Vernetzter in kosmopolitischen Sinne
> bereits eine Schwarmintelligenz und die nächste Stufe der Evolution. Die
> Aufgabe der Individualität zu Gunsten einer vernetzten Realität. Das ist
> dann synthetischer Superkommunismus.
Die Uni Leipzig hat kürzlich eine interessante Studie
veröffentlicht. Passenderweise wurde die Studie auf der Games
Convention in Leipzig vorgestellt. Wie Du dir sicher vorstellen
kannst, ist deren Wortlaut völlig anders als deiner. :)
Diese stellte fest, das Online-Gamer diese Spielwelten vielmehr als
soziale Treffpunkte verwenden. Den entsprechenden Personen mangelt
es also nicht an sozialen Kontakten.
Die Studie, die durch den Medienpädagogen Bernd Schorb geleitet
wurde, widerlegt oftmals bekannte Klischees des vereinsamten und
kontaktlosen Online-Gamers, welcher das Tageslicht nur aus Berichten
kennt.
Für 78 Prozent der Befragten stellen Online-Spiele keine Flucht vor
der Realität sondern eher einen sozialen Treffpunkt dar. Rund die
Hälfte der Spieler gab dabei an, bereits zahlreiche neue Freunde in
World of Warcraft und ähnlichen Titeln gefunden zu haben.
Online-Spiele sind für die Befragten elementar verbunden mit spiel-
und wettbewerbsbezogenen Zielen. Second Life als vieldiskutiertes
Phänomen einer zweiten, virtuellen Welt ist deshalb zwar über 80
Prozent der Online-Spieler bekannt, aber für die meisten
Jugendlichen nicht attraktiv. Professor Dr. Bernd Schorb, Professor
für Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig und
Leiter des Projektes betonte:
"Das Medienkonvergenz Monitoring untersucht, wie Jugendliche ihren
Medienalltag und somit ihren Alltag tatsächlich gestalten. Die
Ergebnisse zeigen, dass Online-SpielerInnen in der Mehrzahl nicht
vereinsamte 'Problemfälle' sind, sondern mit anderen zusammenspielen
und sozial eingebunden sind."
Nun, der Studie schenke ich im Moment mehr Vertrauen als deiner
Behauptung. Es sei denn Du kannst sie (seriös) untermauern. :)
>>>>> Die Zerstörung von
>>>>> SL würde zum langsamen und schmerzhaften Tod führen. Selbiges gibt es
>>>>> bei WoW, UO und den MUDs. :-)
>>>> Da habe ich nichts gegen.
>>> Ach, lass sie spielen. Sie wollen doch bloss spielen. ;-)
>>> Auch sie werden eines Tages erkennen, dass sie Opfer einer gigantischen
>>> Verschwörungsmaschinerie geworden sind.
>
>> Entertainment, bzw. Brot & Spiele.
>
> Du hast erfasst. Das neue Opium fürs Volk ist nicht mehr die Religion.
> Diese Zeiten sind vorbei.
Schon lange. Was schlägst Du vor, Sven?
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