SEXVIDEO-SKANDAL - Fia-Boss Max Mosley wittert Verschwörung
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SEXVIDEO-SKANDAL - Fia-Boss Max Mosley wittert Verschwörung         

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Author: Sven Konietzko
Date: Apr 2, 2008 23:47

Fia-Boss Max Mosley hat zumindest indirekt zugegeben, an
Sado-Maso-Sexszenen in Häftlingsuniformen teilgenommen zu haben. In
einem Brief an seine Kollegen vom Internationalen Automobilverband
bestreitet er aber jede Verbindung zum Nazitum.

Gefunden unter: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,544813,00.html

Madrid - In einem Brief an die Fia-Funktionäre äußerte sich Max Mosley
nun erstmals zu den Vorwürfen, die seit Tagen Schlagzeilen machen. In
dem Schreiben erklärt der 67-Jährige, er sei Opfer "vorsätzlicher und
geplanter persönlicher Angriffe" geworden, nachdem sein Privatleben
heimlich ausspioniert worden sei.

Fia-Chef Max Mosley: "Vorsätzliche und geplante persönliche Angriffe"
Eine "zuverlässige hochrangige Quelle aus britischen Polizei- und
Sicherheitskreisen" habe ihn über laufende Ermittlungen informiert,
zitiert die "Times" aus dem Schreiben. "Leider sind Sie nun alle mit den
Ergebnissen dieser verdeckten Ermittlung vertraut, und es tut mir sehr
leid, wenn dies Sie oder den Club in Verlegenheit gebracht hat", so
Mosley weiter.

Die Angelegenheit sei ihm peinlich. Er werde sich nun vorrangig darum
kümmern, den Schaden zu reparieren, den der Skandal für seine Familie
bedeute. Mosley kündigte in diesem Zusammenhang rechtliche Schritte
gegen die britische Boulevardzeitung "News of the World" an, welche die
Affäre ins Rollen gebracht hatte. Das Blatt hatte am Sonntag auf seiner
Website Auszüge eines Videos veröffentlicht, das Mosley bei
sado-masochistischen Spielen mit fünf Prostituierten zeigen soll.

Dabei sei es auch zu einem Nazi-Rollenspiel mit Häftlingsuniformen
gekommen. Die Zeitung habe es nicht damit bewenden lassen, höchst
private Vorgänge zu veröffentlichen, sie habe darüber hinaus behauptet,
dass es eine Nazi-Verbindung gebe. "Dies ist völlig falsch", heißt es in
dem Brief an die Fia-Funktionäre. Das Video war nach Einschreiten von
Mosleys Anwälten aus dem Internet entfernt worden. Eine Sprecherin der
Zeitung, Hayley Barlow, erklärte, das Blatt bleibe bei seiner Darstellung.

"News of the World" hatte Video-Ausschnitte aus dem insgesamt
fünfstündigen Material gezeigt, auf denen Mosley eine Prostituierte
ausgepeitscht und dabei auf Deutsch mitgezählt haben soll. Wie die
"Times" berichtet, sagte Mosley, er habe während des Treffens Deutsch
gesprochen, weil auch einige der anwesenden Prostituierten Deutsch
sprächen - und keineswegs, weil er Nazi-Phantasien ausleben wollte.

Seine Entscheidung, als Fia-Präsident im Amt bleiben zu wollen,
begründete Mosley damit, dass Kollegen innerhalb der Fia und aus
Motorsportkreisen bekundet hätten, sein Privatleben sei für seine Arbeit
nicht relevant und er möge in seinem Amt bleiben. "Ich bin dankbar, und
mit Ihrer Unterstützung beabsichtige ich, diesem Rat zu folgen."

Seinen ersten offiziellen Termin seit Veröffentlichung des
Skandal-Videos wird Max Mosley offenbar nicht wahrnehmen. Dem Vernehmen
nach wird er dem Middle Eastern Motor Sport Business Forum in Bahrain
fernbleiben.

ala/AP

MfG
--
Sven Konietzko
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