Mit dem Thema hat sich wohl Nano beschäftigt und 3Sat schreibt
folgenden Artikel dazu:
Der Untergang der "Estonia" ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf drei
Sprengsätze zurück zu führen. Zu diesem Schluss kamen Experten aus
aller Welt, die die Schiffsbauer beauftragt haben. 1994 ereignete sich
die schlimmste Schiffskatastrophe der europäischen
Nachkriegsgeschichte: der Untergang der Estonia. 852 von 989
Passagieren ließen auf der Reise von Tallin nach Stockholm ihr Leben.
Die Regierungen Schwedens, Estlands und Finnlands beauftragten eine
internationale Untersuchungskommission zur Klärung des Vorfalles. In
ihrem Abschlußbericht sahen die Experten die Schuld eindeutig bei der
Meyer Werft: Das Schiff sei instabil konstruiert.
Die Papenburger Werft wollte die Vorwürfe, die Fähre sei aufgrund von
Konstruktionsfehlern gesunken, nicht auf sich sitzen lassen - schon
allein wegen der zu erwartenden Schadensersatzklagen in Millionenhöhe.
Die Schiffsbauer beauftragten Experten aus aller Welt, um die letzte
Fahrt der Estonia zu rekonstruieren.
Einem britischen Sprengstoffspezialisten zufolge sind auf dem
offiziellen Videoband des auf dem Meeresboden liegendem Wracks
eindeutig Sprenglöcher zu erkennen. Vermutlich seien Sprengsätze aus
Plastiksprengstoff mit Magneten befestigt gewesen und per Zeitzünder
ausgelöst worden. So sind auf den Videobändern drei große Löcher in der
Außenwand des Schiffes zu erkennen, alle in der nähe der beweglichen
Bugrampe. Die Löcher sind umgeben von eigentümlich verbogenen
Metallkanten und Zacken. Schäden dieser Art sind typisch für
Bombenexplosionen und können kaum durch etwas anderes hervorgerufen
werden.
Auch existiert ein Videoband, auf dem ein orangefarbenes Päckchen zu
sehen ist. Sprengstoffexperten glauben, dass es sich hier um einen
nicht detonierten Sprengsatz handelt. Darüber hinaus sei das Schiff
auch in einem verheerenden Wartungszustand gewesen. Der Bugbereich habe
sich in einem derart desolaten Zustand befunden, dass das Bugvisier bei
jeder Fahrt voll Wasser gelaufen sei, so die Fachleute.
Offenbar schien die Regierungskommission weniger an der lückenlosen
Aufklärung des Falles interessiert gewesen zu sein, als daran Indizien
verschwinden zu lassen? Wie sonst läßt sich die Eile erklären, mit der
die schwedische Regierung die Estonia unter einem meterdicken
Betonmantel verschwinden lassen wollte?
Quelle:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/02948/index.html