Gaslicht in Berlin
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Gaslicht in Berlin         


Author: Carla Schneider
Date: Nov 5, 2006 02:48

2004:
------------------------
Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer, wurde an ein indisches
Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die Berliner Gasbeleuchtung
entstand nun ein Nachschubproblem, denn bislang dürfen die asiatischen Glühstrümpfe nicht
nach Deutschland importiert werden. Das liegt womöglich daran, dass das seit über 100
Jahren benutzte Leuchtmittel Thoriumoxid schwach radioaktiv ist. Die Alternative für
den europäischen Markt wird auf Elba produziert und hat eigentlich nur einen Nachteil:
Sie muss alle drei Monate ausgewechselt werden.

Schon vor drei Jahren scheiterte ein erster Anlauf zur Abschaffung der Gaslaternen an
den Protesten der Liebhaber. Sogar die Kommunalpolitik entdeckte damals den besonderen
Charme des gelbgoldenen Auerlichts: "Dieser Reiz würde bei einer Umstellung auf
elektrisches Licht verloren gehen und die Erhöhung des Wohnwerts und der
touristischen Anziehungskraft tangieren", hieß es 2002 in einem Antrag der
CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung
11 Comments
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Lothar Cezanne
Date: Nov 5, 2006 03:45

Carla Schneider wrote:
> Schon vor drei Jahren scheiterte ein erster Anlauf zur Abschaffung der Gaslaternen an
> den Protesten der Liebhaber. Sogar die Kommunalpolitik entdeckte damals den besonderen

Ja, das Gas scheint in Berrrrlinn! immer noch sehr beliebt zu sein.

lc#
1 Comment
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: mueding
Date: Nov 5, 2006 04:20

Am Sun, 05 Nov 2006 11:48:14 +0100 schrieb Carla Schneider:
> 2004:
> ------------------------
> Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer, wurde an ein indisches
> Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die...
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6 Comments
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Dieter Bruegmann
Date: Nov 5, 2006 04:53

Lothar Cezanne (Sun, 05 Nov 2006 12:45:56 +0100):
> Carla Schneider wrote:
>
>> Schon vor drei Jahren scheiterte ein erster Anlauf zur Abschaffung der Gaslaternen an
>> den Protesten der Liebhaber. Sogar die Kommunalpolitik entdeckte damals den besonderen

Und die bösenbösen Westalliierten erstmal. Die waren ja ganz
fürchterbar dagegen und hatten in dem stinkgeheimen Geheimvertrag mit
dem Senat festgelegt, daß Berlin niemals auf Gas verzichten dürfe.
> Ja, das Gas scheint in Berrrrlinn! immer noch sehr beliebt zu sein.

Und vor allem bei den Anhängern des unsterrrblichen Föhrrrrerrrs.

,-------- Der ekeltronische Günter (GL.DAT vom 05.11.2006) -----------
|
| ICH habe schon immer gesagt, das käme von den Rosstäuschern der
| Professorenmafia und wird dann auch noch zwangslilalustig
|...
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Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Carla Schneider
Date: Nov 5, 2006 05:13

mueding wrote:
>
> Am Sun, 05 Nov 2006 11:48:14 +0100 schrieb Carla Schneider:
>
>> 2004:
>> ------------------------
>> Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer, wurde an ein indisches
>> Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die Berliner Gasbeleuchtung
>> entstand nun ein Nachschubproblem, denn bislang dürfen die asiatischen Glühstrümpfe nicht
>> nach Deutschland importiert werden. Das liegt womöglich daran, dass das seit über 100
>> Jahren benutzte Leuchtmittel Thoriumoxid schwach radioaktiv ist. Die Alternative für
>> den europäischen Markt wird auf Elba produziert und hat eigentlich nur einen Nachteil:
>> Sie muss alle drei Monate ausgewechselt werden.
>>
>> Schon vor drei Jahren scheiterte ein erster Anlauf zur Abschaffung der Gaslaternen an
>> den Protesten der Liebhaber. Sogar die Kommunalpolitik entdeckte damals den besonderen
>> Charme des gelbgoldenen Auerlichts: "Dieser Reiz würde bei einer Umstellung auf
>> elektrisches Licht verloren gehen und die Erhöhung des Wohnwerts und der
>> touristischen Anziehungskraft tangieren", hieß es 2002 in einem Antrag der
>> CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung ...
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5 Comments
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Joe B.
Date: Nov 5, 2006 19:20

"Carla Schneider" yahoo.com> wrote in message
news:454DE370.CE1714F@yahoo.com...
> mueding wrote:
>>
>> Am Sun, 05 Nov 2006 11:48:14 +0100 schrieb Carla Schneider:
>>
>>> 2004:
>>> ------------------------
>>> Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer,
>>> wurde an ein indisches
>>> Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die
>>> Berliner Gasbeleuchtung
>>> entstand nun ein Nachschubproblem, denn bislang dürfen die asiatischen
>>> Glühstrümpfe nicht
>>> nach Deutschland importiert werden. Das liegt womöglich daran, dass das
>>> seit über 100
>>> Jahren benutzte Leuchtmittel Thoriumoxid schwach radioaktiv ist. Die
>>> Alternative für
>>> den europäischen Markt wird auf Elba produziert und hat eigentlich nur
>>> einen Nachteil: ...
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4 Comments
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Carla Schneider
Date: Nov 6, 2006 03:25

"Joe B." wrote:
>
> "Carla Schneider" yahoo.com> wrote in message
> news:454DE370.CE1714F@yahoo.com...
[...]
>>
>> Das besondere liegt darin dass die Dinger wenn sie in Indien hergestellt
>> werden
>> nicht mehr nach Deutschland importiert werden duerfen, d.h. der gesamte
>> Deutsche Markt ist fuer diese Firma weg, wenn sie ihre Produktion dorthin
>> verlegt. Vielleicht spielt das keine so grosse Rolle, weil ihr Hauptmarkt
>> sowieso in Indien liegt...
>> Allerdings gibt es in Berlin immer noch Gaslaternen, ich habe noch im Juli
>> 2006
>> welche gesehen. Wie ist das moeglich ?
>>
> Da musst Du falsch liegen, so blöd kann doch kein Gesetz sein. Wie kann man
> eine nicht vorhandene Industrie schützen?

1. Als das Gesetz erlassen wuerde war sie ja noch vorhanden.
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3 Comments
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: John Gawe
Date: Nov 6, 2006 07:40

"Carla Schneider" yahoo.com> schrieb
>
> 2004:
> ------------------------
> Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer, wurde an ein indisches
> Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die Berliner Gasbeleuchtung
> entstand nun ein Nachschubproblem, denn bislang dürfen die asiatischen Glühstrümpfe nicht
> nach Deutschland importiert werden. Das liegt womöglich daran, dass das seit über 100
> Jahren benutzte Leuchtmittel Thoriumoxid schwach radioaktiv ist. Die Alternative für
> den europäischen Markt wird auf Elba produziert und hat eigentlich nur einen Nachteil:
> Sie muss alle drei Monate ausgewechselt werden.

Na dann hat sich das Problem ja eh bald erledigt.

Bei dem Verschuldungsstand der Stadt, der keinen Spielraum fuer Nachbeschaffung der
Leuchtmittel hat, bliebe dann nur noch Privatisierung oder eine "Gaslaternen-Patenschaft" uebrig.

John
1 Comment
Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Carla Schneider
Date: Nov 6, 2006 07:43

John Gawe wrote:
>
> "Carla Schneider" yahoo.com> schrieb
>>
>> 2004:
>> ------------------------
>> Der letzte Hersteller von Gasglühstrümpfen, die Berliner Firma Auer, wurde an ein indisches
>> Konsortium verkauft und die Produktion nach Asien verlagert. Für die Berliner Gasbeleuchtung
>> entstand nun ein Nachschubproblem, denn bislang dürfen die asiatischen Glühstrümpfe nicht
>> nach Deutschland importiert werden. Das liegt womöglich daran, dass das seit über 100
>> Jahren benutzte Leuchtmittel Thoriumoxid schwach radioaktiv ist. Die Alternative für
>> den europäischen Markt wird auf Elba produziert und hat eigentlich nur einen Nachteil:
>> Sie muss alle drei Monate ausgewechselt werden.
>
> Na dann hat sich das Problem ja eh bald erledigt.
>
> Bei dem Verschuldungsstand...
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Re: Gaslicht in Berlin         


Author: Joe B.
Date: Nov 6, 2006 19:22

"Carla Schneider" yahoo.com> wrote in message
news:454F1BC3.444A8018@yahoo.com...
> "Joe B." wrote:
>>
>> "Carla Schneider" yahoo.com> wrote in message
>> news:454DE370.CE1714F@yahoo.com...
> [...]
>>>
Schnipp schnapp
>> Da musst Du falsch liegen, so blöd kann doch kein Gesetz sein. Wie kann
>> man
>> eine nicht vorhandene Industrie schützen?
>
> 1. Als das Gesetz erlassen wuerde war sie ja noch vorhanden.
>
> 2. Ich kenne noch eine andere Verordnung die eine nicht vorhandene
> Industrie schuetzt: Der erhoehte Einfuhrzoll fuer Camcorder mit dv oder
> Video
> Eingang zum Beispiel. Die ostasiatischen Camcorder Hersteller muessen
> speziell ...
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